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04. November 2010 | Allgemeines

Tarifverhandlungen: Kosten müssen gesenkt werden

Nächste Verhandlungsrunde am 8. Dezember 2010

Ohne Annäherung der gegenseitigen Posi-tionen sind die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag (GTV) und den Man-teltarifvertrag (MTV) für Redakteure an Tages-zeitungen am 26. Oktober 2010 in Berlin auf den 8. Dezember 2010 vertagt worden.

In der zweiten Verhandlungsrunde machte der BDZV gegenüber den Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband und dju in verdi erneut deutlich, dass angesichts der schwierigen wirt­schaftlichen und strukturellen Rahmenbedingun­gen der Branche Einsparungen auch bei den Personalkosten unumgänglich seien. „Die tarifba­sierten Kosten müssen gesenkt werden“, betonte BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen. Nur so könne es gelingen, den Flächentarifver­trag zu erhalten.

Die Verleger stellen sich – bei einer Laufzeit von drei Jahren – einen Abschluss mit zwei Komponenten vor; und zwar eine für bestehende Arbeitsverhältnisse und eine zweite für neu be­gründete Arbeitsverhältnisse.

Für bestehende Arbeitsverhältnisse soll die notwendige Einsparung über den MTV erfolgen. Dies bedeute, erläuterten die Arbeitgeber, dass der derzeit geltende GTV strukturell unverändert bleibe und damit die laufenden Monatsgehälter nicht angetastet würden. Für die ersten beiden Jahre der Laufzeit sei jährlich eine maßvolle Einmalzahlung denkbar, für das dritte Jahr eine maßvolle prozentuale Erhöhung. Verlage, die auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, sollen dann die Möglichkeit haben, die beiden Einmal­zahlungen Jahresleistung und Urlaubsgeld zu einem Monatsbezug zusammenzufassen. Unter dieser Voraussetzung könne der Altersversor­gungstarifvertrag für die Laufzeit des Tarifab­schlusses fortgeschrieben werden.

Größere Veränderungen streben die Verleger bei den neu begründeten Arbeitsverhältnissen an. Sie betreffen sowohl den GTV wie auch den MTV.

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