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18. Mai 2011 | Allgemeines

Tarifverhandlungen der Druckindustrie vertagt

bvdm: Forderungen der Gewerkschaft blenden Realität aus

Bei den Tarifverhandlungen in der Druckin-dustrie für die 160 000 Beschäftigten der Branche ist es am 17. Mai 2011 in Frankfurt zu keiner Annäherung zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft gekommen. Die Arbeitgeber sähen bei der Gewerkschaft derzeit keinen echten Willen, durch eine Veränderung des Manteltarifvertrages den Flächentarif zu erhalten. Bislang bleibe die Gewerkschaft bei ihrer starren ablehnenden Haltung bezüglich der Arbeitgeberforderungen, erklärte der Verhandlungsführer des bvdm, Wolfgang Pütz, zugleich BDZV-Vizepräsident.

„Dagegen summieren sich die vielen Wünsche der Gewerkschaft ver.di zu einem beachtlichen Ganzen“, sagte Wolfgang Pütz zu den Forderun­gen von ver.di. Daraus ergebe sich ein Gesamt­paket, das die Betriebe der Druckindustrie finan­ziell und organisatorisch nicht stemmen können.

Alleine die von ver.di geforderte Teilzeitmög­lichkeit für ältere Arbeitnehmer bedeute für diese zu den regulären 30 Tagen Urlaub weitere 26 Tage Sonderurlaub pro Jahr. Zu bemerken sei dazu, dass die Druckindustrie als eine der weni­gen Branchen in Deutschland noch die 35-Stun­den-Woche hat und zudem hohe Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Feiertagsarbeit bis zu 170 Prozent zahlt.

Ebenso führten die von ver.di geforderten 5,5 Prozent mehr Lohn sowie die jährliche Einmal­zahlung in Höhe von 400 Euro für Altersvorsorge oder Qualifizierung zu erheblichen Zusatzbelas­tungen der Betriebe.

„Angesichts der seit Jahren rückläufigen Um­sätze in der Branche ist dies ein Forderungspa­ket, das die Realität in den Betrieben komplett ausblendet“, kritisierte Pütz. Die Arbeitgeber for­dern stattdessen unter anderem dringend not­wendige Flexibilisierungsmöglichkeiten wie einen Arbeitszeitkorridor bis zu 40 Stunden wöchentlich sowie eine Anpassung der Maschinenbeset­zungsregeln an die tatsächlichen Produktions­anforderungen der Betriebe.

„Ein künftiger Lohn- und Manteltarifvertrag muss den Status quo in der Branche berücksich­tigen und abbilden. Alles andere ist ein verant­wortungsloser Umgang mit den Arbeitsplätzen“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber. Die Verhandlungen werden am 31. Mai 2011 in München weitergeführt.

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