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06. Februar 1997 | Allgemeines

Tarifeinigung in der Druckindustrie

Nach fast 30-stündigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien der Druckindustrie am 6. Februar 1997 in Frankfurt/Main in der sechsten Verhandlungsrunde auf einen neuen Mantel- und Lohntarifvertrag geeinigt.

Die tarifliche Jahresleistung wird auf 95 Prozent des Monatslohnes gesenkt. Betriebe mit bis zu 35 Mitarbeitern können die Jahresleistung einmalig bis zu 60 Prozent absenken. Die Berechnung des Urlaubsgeldes erfolgt ohne Berücksichtigung der Überstundenbezahlung und Überstundenzuschläge, der Zuschläge für Feiertagsarbeit und der Antrittsgebühr.

Die Besetzung der Druckmaschinen, die im Anhang zum Manteltarifvertrag geregelt ist, kann durch Betriebsvereinbarung reduziert werden. Dies ist eine Übergangsregelung; in weiteren Verhandlungen soll in den nächsten Monaten über eine weitere Reform beraten werden.

Die Samstagsarbeit kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung in die Regelarbeitszeit einbezogen werden; für den Druck von Zeitungen galt bereits im abgelaufenen Tarifvertrag eine Sonderregelung, die weiterhin gilt.

Der Abschluß sieht die 100 prozentige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vor; bei der Berechnung der Höhe des Krankenlohnes bleiben jedoch die Überstundenvergütung und die Mehrarbeitszuschläge unberücksichtigt. Bei langandauernder Krankheit wird den Arbeitnehmern für eine Zeit bis zu drei Monaten ein pauschalierter Bruttozuschuß zum abgesenkten Krankengeld gezahlt.

Gleichzeitig wurde vereinbart, die Löhne für die gewerblichen Arbeitnehmer der Druckindustrie zum 1. April 1997 um 1,5 Prozent zu erhöhen. Der Lohntarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten, der Manteltarifvertrag eine von vier Jahren. Die Widerrufsfrist läuft bis zum 14. Februar 1997.

Der Sozialpolitische Ausschuß des Bundesverbandes Druck wird am 13. Februar 1997 über das Verhandlungsergebnis beraten.

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