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22. November 2002 | Allgemeines

Tarifangebot der Zeitungsverleger: 2,1 Prozent mehr Gehalt ab 1. Dezember

Schwierige Lage am Werbemarkt weiterhin unverändert

Ohne Einigung endete am 18. November 2002 in Düsseldorf die vierte Verhandlungsrunde über einen neuen Gehaltstarifvertrag für Redakteure an Tageszeitungen zwischen BDZV sowie Deutscher Journalisten-Verband (DJV) und ver.di.

Die Verlegerseite bot den Journalistengewerkschaften an, die Gehälter ab 1. Dezember um 2,1 Prozent zu erhöhen. Der Tarifvertrag sollte – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten - rückwirkend zum 1. August 2002 in Kraft treten. Der Verhandlungsführer des BDZV, Werner Hundhausen, machte deutlich, dass dieses Angebot an die Grenze dessen gehe, was den Verlagen zugemutet werden könne. Die Gewerkschaftsseite müsse endlich verinnerlichen, wie ernst die wirtschaftliche Situation in den Zeitungsunternehmen tatsächlich sei. Sowohl im vergangenen als auch im laufenden Jahr sei das Anzeigengeschäft jeweils um 30 Prozent eingebrochen. Die Tarifparteien einigten sich darauf, die Verhandlungen am 3. Dezember in Frankfurt/Main fortzusetzen.

 

50 Prozent weniger Stellenanzeigen

 

Die schlechte gesamtwirtschaftliche Situation wirkt sich auch weiterhin negativ auf die Werbeeinnahmen der Medien aus: Das Werbegeschäft für die Zeitungen verlief in den ersten drei Quartalen 2002 äußerst unbefriedigend. Die Umfänge bezahlter Anzeigen in lokalen und regionalen Abonnementzeitungen haben von Januar bis September 2002 im Vergleich zum entsprechen-den Vorjahreszeitraum durchschnittlich um 12,6 Prozent abgenommen.

 

Die Zahl der Prospektbeilagen verringerte sich um zehn Prozent. Die Heftumfänge sind im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent zurückgegangen; dabei stand dem deutlichen Minus beim Anzeigenumfang (-11,9 Prozent) eine leichte Zunahme der Textumfänge (0,8 Prozent) gegenüber. Betrachtet man allein den September 2002, so nahmen hier im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat die Heftumfänge um acht Prozent ab. Verantwortlich hierfür war der erhebliche Rückgang der Anzeigenumfänge um –18,2 Prozent; der Textumfang verringerte sich um –2,9 Prozent.

 

Wie schon im ersten Halbjahr 2002 gilt die Beobachtung, dass die Geschäftsentwicklung sich in den westlichen Bundesländern kaum noch von den östlichen unterscheidet: Während im Westen die Anzeigenumfänge der lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in den ersten drei Quartalen 2002 kumuliert –12,7 Prozent verloren, mussten im Osten Verluste von –12,6 Prozent verzeichnet werden.

 

Die negative Entwicklung der Anzeigenumfänge traf einmal mehr insbesondere hochauflagige Titel: Starke Verluste gab es in den Auflagenklassen über 200.000 Exemplare (–16,7 Prozent) und 125.000 bis 200.000 Exemplare (-14,6 Prozent). Unterdurchschnittliche Verluste mussten Zeitungen mit einer Auflage bis 25.000 Exemplare verkraften: Sie hatten ein Minus von 10,3 Prozent zu verzeichnen.

 

Betrachtet nach Anzeigensparten waren mit weitem Abstand wieder die Stellenanzeigen (-41,3 Prozent) für den Rückgang der Anzeigenumfänge verantwortlich; der Monat September 2002 schlug sogar mit –50 Prozent zu Buche. Es folgen Immobilienanzeigen (-12,1 Prozent), überregionale Anzeigen (-9,3 Prozent) und Kfz-Anzeigen (-8,7 Prozent); außerdem Sonstige (-7,4 Prozent), Veranstaltungen (-4,6 Prozent), lokale Anzeigen (-2,4 Prozent) und Familienanzeigen (-1,4 Prozent). Die Reiseanzeigen liegen dagegen mit 3,1 Prozent im Plus.

 

Unterscheidet man die Rubrikanzeigenmärkte nach West und Ost, so sind zum Beispiel in den neuen Ländern die Verluste bei Sonstigen Anzeigen und lokalen Anzeigen höher, hier liegen auch die Reiseanzeigen im Minus; dagegen fällt in den alten Ländern das Minus bei überregionalen Anzeigen und Stellenanzeigen größer aus.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Anzeigenstatistik ist für Mitglieder der ZMG zu beziehen über: ZMG, Urszula Wrzeciono, Telefon 069/973822-48, E-Mail wrzeciono@zmg.de.

 

Internet: www.zmg.de

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