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08. März 2011 | Allgemeines

Tägliche Kurzbefragung: Wer liest was in der Zeitung?

Dortmund/Marl: Innovatives Projekt verbindet Forschung und Kommunikation

Welche Redaktion möchte von ihren Lesern nicht sofort erfahren, wie sie die Seiten der heutigen Ausgabe bewertet haben? Und wel-cher Leser wäre nicht interessiert am Urteil der anderen Nutzer zur Zeitung?

Das mct me­dia consulting team (Dortmund) möchte sol­che Informationswünsche erfüllen und hat im Jahr 2010 gemeinsam mit dem Medien­haus Bauer (unter anderem „Recklinghäuser Zeitung“) eine neue Methode der täglichen Le­serbefragung entwickelt. Dabei erhalten die Ver­lage tagesaktuelle Ergebnisse durch Kurz­frage­bögen, die zum einen in der Zeitung ab­gedruckt und zum anderen online gestellt werden. Für den Testlauf des Verfahrens in­terviewte das Medien­haus Bauer Leser und Probeleser zu einzelnen Ressorts, Seiten, Rubriken und Artikeln; knapp 20.000 Perso­nen beantworteten die Fragen.

Bei der täglichen Untersuchung erscheint ein Kurzfragebogen auf der Zeitungsseite, die be­wertet wird, mit jeweils tagesaktueller Anpassung an die Berichterstattung. So können spezifische Schlagzeilen, Themen von Aufmachern oder Bilder abgefragt werden. Bereits am nächsten Tag stehen die Ergebnisse im Blatt. Eine offene Kategorie erlaubt es den Lesern, differenziertere Anmerkungen zu machen. Ähnlich wie bei den Einschaltquoten können Produzenten wie Rezipi­enten damit täglich nachvollziehen, welche Artikel am häufigsten gelesen wurden und ob die The­men gut ankamen oder nicht. Beim Medienhaus Bauer zum Beispiel schneidet besonders der Lokalsport gut ab. Hier ist es keine Seltenheit, wenn die Seiten von über 50 Prozent der Be­fragten gelesen und mit „sehr gut“ bewertet wer­den.

Mindestens 100 Leser und Probe-Leser beant­worteten täglich den Fragebogen für den Verlag auf unterschiedlichen Kanälen – am Telefon, schriftlich und online; außerdem konnten die Fra­gebögen per Fax oder SMS übermittelt werden. Ein Ergebnis des Forschungsprojekts: Vor al­lem Jüngere sind an lokalen und regionalen In­forma­tionen interessiert. Mit Themen, die speziell Frauen ansprechen, und mit sozialen Themen, würden die bis 40-Jährigen besonders gut er­reicht. Die über 60-Jährigen nutzten hingegen vor allem die Serviceseiten häufig und gern. Aus solchen Einzelergebnissen lassen sich auch Konsequenzen und Strategien für die Zeitung ableiten, so das Dortmunder Berater-Team.

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