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19. Dezember 2003 | Ausland

Tabakwerbung wird in der Schweiz nicht verboten

Die Tabakwerbung wird in der Schweiz nicht nach dem Vorbild in der Europäischen Union eingeschränkt: Das Parlament in Bern hat am 16. Dezember 2003 einen entsprechenden Vorschlag abgelehnt. Damit war die große Kammer, der Nationalrat, anderer Ansicht als ihre Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK). Der Vorstoß wollte die Tabakwerbung in Zeitungen und Zeitschriften verbieten. Auch Bahnhöfe, Flughäfen, Kinos und Sportzentren sollten frei von Tabakwerbung werden. Tabakwerbung wird ab 2005 in der Europäischen Union in allen Zeitungen und Zeitschriften verboten. Darauf einigte sich der EU-Ministerrat in Brüssel vor einem Jahr. Die deutsche Bundesregierung hat, auch auf Betreiben der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, gegen diesen Beschluss vor dem Europäischen Gerichtshof Beschwerde eingereicht. Die Argumente der Schweizer gegen ein Tabakwerbeverbot gleichen denen, die auch der BDZV und andere seit Jahren ins Feld führen: Ein Verbot wäre ein massiver Einschnitt in die Werbefreiheit, zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) einen Vertreter der unternehmerfreundlichen Freiheitlichen Partei (FDP) der Schweiz. Außerdem bedeute weniger Werbung nicht weniger Tabakkonsum. Mit Werbung würden vor allem die Marktanteile verteilt. Insgesamt wäre ein Verbot volkswirtschaftlich schädlich. Außerdem könnten auch andere Produkte wie Alkohol, Süßwaren oder fetthaltige Speisen ins Schussfeld der Kritik gelangen.

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