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24. Mai 2017 | Namen und Nachrichten

„Süddeutsche Zeitung“: Trauer um Joachim Kaiser

Joachim Kaiser (links) bei der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises für das Lebenswerk 2010 in Bremen. Die Laudatio hielt sein Freund, der Literaturkritiker Fritz J. Raddatz (+ 2015).Joachim Kaiser (links) bei der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises für das Lebenswerk 2010 in Bremen. Die Laudatio hielt sein Freund, der Literaturkritiker Fritz J. Raddatz (+ 2015).Joachim Kaiser, Autor, einflussreicher Musikkritiker und rund vier Jahrzehnte leitender Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ), ist am 11. Mai 2017 in München mit 88 Jahren gestorben. Kaiser stammte aus Ostpreußen. In Göttingen, Frankfurt am Main und Tübingen studierte er Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Soziologie.  Neben seiner Tätigkeit als Theater-, Literatur- und Musikkritiker wirkte Kaiser von 1977 bis 1996 als Professor für Musikgeschichte an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart. Maßstab setzend auch unter Musikern war Kaisers Buchveröffentlichung „Große Pianisten in unserer Zeit“, die 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung 1966 eine Neuausgabe erlebte. Joachim Kaiser ist für sein Wirken vielfach ausgezeichnet worden, darunter mit dem Theodor-Wolff-Preis (1966 und 2010 für das Lebenswerk).

Die „Süddeutsche Zeitung“ erwies ihrem weit über den eigenen Titel und die deutsche Sprachgrenze hinaus bekannten Kritiker eine der schönsten Würdigungen, die es für Journalisten geben kann: Die Redaktion räumte das gesamte Feuilleton frei und druckte nicht nur Nachrufe von Freunden, Weggefährten und Bewunderern ab, sondern ließ auch Joachim Kaiser selbst noch einmal durch einige seiner großen Stücke gleichsam zu Wort kommen.

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