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01. Februar 2007 | Namen und Nachrichten

Suchmaschinenprojekt Quaero wird getrennt weiterentwickelt

Deutschland will die Internetsuchmaschine der nächsten Generation zunächst unabhängig vom französisch dominierten Projekt Quaero erfor­schen. Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schau­erte sagte beim ersten nationalen IT-Gipfel in Potsdam, man werde die Suchmaschine Theseus zunächst getrennt entwickeln und sie eventuell erst später mit dem französischen Ansatz zu­sammenführen.

Quaero war als europäische Antwort auf den weltweit größten Internetsuchanbieter Google bekannt geworden. Im April 2005 beschloss der deutsch-französische Ministerrat, die Entwicklung einer eigenen Suchmaschintechnik zu fördern. Das Quaero-Projekt besteht aus dem Verbund einzelner Projekte in Deutschland und Frankreich. Aus Quaero sollen Lösungen hervorgehen, die in Multimedia-Inhalten aller Art recherchieren kön­nen, Bilderkennung und die automatische Über­setzung mehrsprachiger Information inklusive. Die Software soll Texte, Bilder, Audiodateien und digitalisierte Bücher aus Bibliotheken auffinden. Im Unterschied zu anderen Suchmaschinen ist der Aufbau so genannter semantischer Wis­sensinfrastrukturen geplant. Das bedeutet, Quaero soll nicht nur nach Wörtern oder Stich­worten suchen, sondern auch Seiten zu be­stimmten Themen auffinden, indem Begriffe ver­knüpft und durch zusätzliche Kennzeichnungen der Nutzer ergänzt werden.

Als Projektlaufzeit sind fünf Jahre angesetzt. Auf deutscher Seite beteiligen sich neben Kon­sortialführer Empolis Unternehmen wie Siemens und SAP, mehrere Universitäten und For­schungsinstitute und auch die Deutsche Natio­nalbibliothek. Ab Ende 2008 soll über eine öffent­liche Ausschreibung der Mittelstand bei der Wei­terentwicklung beteiligt werden. Insgesamt 90 Millionen Euro will die Regierung in die Projekt­förderung investieren.

Quelle: Financial Times Deutschland, Der Spiegel

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