Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

26. November 2013 | Allgemeines

Studie zu Mobile-Vermarktung: Gute Chancen für Zeitungsverlage

Gut 30 Prozent der User sind bereit, für News-Apps zu bezahlen

Themen: Apps, Marketing, Werbung, Paid Content, Online

Der Siegeszug des mobilen Internets ist ungebrochen. Knapp 26 Millionen Deutsche surfen mittlerweile über Smartphones und Tablets im Netz, gut sieben Millionen davon regelmäßig auf Zeitungswebsites. Welches Potenzial für Verlage noch im Mobile-Geschäft steckt, zeigt die Mitte November 2013 vorgestellte Studie „Mobile Lebenswelten im Lokalgeschäft" der Hochschule Offenburg in Kooperation mit AVS, einem Spezialisten für Kundenbindungssysteme.

cover Mobile StudieDemnach hätten bereits 46 Prozent der User Geld für digitale Inhalte ausgegeben, darunter dominierten aber verlagsferne Angebote wie Musik-, Buch und Filmedownloads. Knapp sechs Prozent hätten jedoch auch schon einmal für Digitalabos von Zeitungen oder Zeitschriften gezahlt.

Deutlich höher sei die Zahlungsbereitschaft für redaktionelle Apps: Ein Drittel der Befragten sei bereit, bis zu fünf Euro pro Monat für Apps mit lokalen und regionalen Nachrichten zu entrichten, gut drei Prozent sogar mehr als zehn Euro. Dieser zahlungsbereiten Gruppe stünden jedoch auch 63 Prozent gegenüber, die kein Geld für Nachrichten zahlen wollten. Die Verlage sind somit gefordert, noch mehr Nachrichteninteressierte zu zahlenden Lesern zu machen. Durchaus optimistisch stimmen diesbezüglich die Ergebnisse der Studie, wonach mehr als 40 Prozent der Onliner an Newstickern auf lokaler Eben interessiert seien und sogar 58 Prozent an Location-Bases-Services im lokalen Raum.

ZahlungsbereitschaftEin weiteres Resultat der Untersuchung: Regelmäßige Besucher von Zeitungswebsites besitzen überproportional oft einen Tablet-PC (35 Prozent), während diese laut TNS/Infratest erst bei 13 Prozent der Gesamtbevölkerung zur Medienausstattung gehören. Für die Verlage sind zeitungsaffine Onliner – die zumeist zwischen 18 und 50 Jahren alt sind – somit eine besonders interessante Zielgruppe bei der Neuentwicklung von mobilen Angeboten. Dass diese Offerten gut sein müssen, um schlussendlich auch genutzt zu werden, belegt die Studie eindrucksvoll. Denn von den durchschnittlich 28 auf Smartphones installierten Apps nutzen acht von zehn Deutschen weniger als zehn. Knapp die Hälfte gab an, sogar nur ein bis fünf Applikationen regelmäßig zu öffnen.

Abschließend kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass der M-Commerce das größte Wachstumsfeld für Zeitungen im Mobile-Geschäft sei. „Verlage können in diesem Segment als erfahrene Dienstleister und Vermarkter an lokale Werbekunden herantreten“, unterstreicht Studienautor Professor Thomas Breyer-Mayländer. Denn bisher hätten sich viele Gastronomen und auch der örtliche Handel mit den Chancen dieses Vertriebskanals noch gar nicht auseinandergesetzt. Aber auch für die User sei das Mobile-Shopping noch immer Neuland: 73 Prozent hätten bisher noch nie oder nur selten über ihre Smartphones bei Online-Shops eingekauft.

Für die Studie befragte die Hochschule Offenburg online Nutzer von drei lokalen Zeitungswebsites in Deutschland. Interessierte können sich die Studie hier herunterladen: Download.

Ort: Berlin

zurück