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06. Juni 2005 | Digitales

Studie: Zeitungen wichtigste Informationsquelle für Handelsregisterdaten

USA: Verlage erfolgreich mit komplementären Online-Diensten

Für die meisten Unternehmen sind Handelsregisteranzeigen in der Zeitung eine wichtige Informationsquelle und Kommunikationsmöglichkeit. Gerade für mittelständische Betriebe sind sie unverzichtbar, wie aus einer soeben vorgelegten Studie des Hamburger Instituts BIK Umfrageforschung GmbH hervorgeht.

Die Untersuchungsergebnisse lieferten den Beweis, dass die Pläne von Bundesjustizministerin Zypries, wonach Handelsregisterbekanntmachungen künftig nur noch zentral im Internet geführt und abgerufen werden sollen, im totalen Widerspruch zu den Interessen der meisten Unternehmen stünden, erklärte der BDZV am 24. Mai 2005 in Berlin. „Gerade dem Mittelstand erweist Frau Zypries mit ihrem Vorhaben einen Bärendienst“, erklärte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff. Zugleich würden den Zeitungen durch den Wegfall der Handelsregisterbekanntmachungen wichtige Anzeigeneinnahmen entzogen. Wirtschaft und Politik müsse daran gelegen sein, die auch für die Allgemeinheit wichtigen Informationen der Handelsregistereintragungen in der gedruckten Zeitung zu präsentieren und zugleich die Möglichkeit des Internets zu nutzen. Gerade in der Verbindung von gedruckter Information und ihrer Verlängerung ins Internet liege eine besondere Stärke der Zeitungen.

 

Fast 80 Prozent der befragten Unternehmen nutzen die Handelsregisterdaten in der Zeitung als wichtige Informationsquelle. Lediglich 30 Prozent geben an, im Internet zu recherchieren. Rund 70 Prozent befürchten, dass Informationen über Unternehmen nicht mehr genügend beachtet werden, wenn sie nur noch im Internet dokumentiert werden. Im Rahmen der vom BDZV initiierten Studie wurden Geschäftsführer und leitende Angestellte aus 304 bayerischen Unternehmen in den Bereichen Handel, Handwerk, Dienstleistung und Hersteller befragt.

 

Auch in den USA gibt es Bestrebungen, die Pflicht zur Veröffentlichung so genannter „Public Notices“ in der Zeitung abzuschaffen. Wie die Verlage dort darauf reagieren, ist Schwerpunkt des aktuellen US-Newsletters, den der BDZV gemeinsam mit der Unternehmensberatung emediaSF aus San Franzisko herausgibt. In zahlreichen Bundesstaaten haben Zeitungen gemeinsame Online-Plattformen geschaffen, die die Pflichtanzeigen bündeln und durchsuchbar machen. Steht die gedruckte Zeitung auch weiterhin als reichweitenstarkes, kostengünstiges und verlässliches Medium im Mittelpunkt, so bieten die Online-Dienste mit zum Teil kostenpflichtigen Serviceangeboten den besonders an Public Notices interessierten Usern einen Zusatznutzen. Der US-Newsletter ist für alle Mitarbeiter der über die Landesverbände des BDZV angeschlossenen Mitgliedsverlage kostenfrei und kann über biallas@bdzv.de bezogen werden.

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