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15. April 2009 | Namen und Nachrichten

Studie: Steigende Printnutzung bei wachsendem Internetkonsum

Die Vermutung, dass wachsende Internetnut­zung zu Lasten von Zeitungen und Zeitschriften geht, lässt sich mit der aktuellen Studie „Printnut­zung in Zeiten digitalisierten Contents“ der TNS Emnid Media Forschung nicht belegen. Vielmehr stellten die Medienforscher eine „stabile und so­gar steigende Nutzung von Printmedien bei gleichzeitig wachsendem Internetkonsum fest“. Laut Studie gaben knapp 40 Prozent der Befrag­ten an, dass sie das Internet heute häufiger als noch vor fünf Jahren nutzen würden; ein Fünftel (22 Prozent) spricht von gleichbleibender Häufig­keit. 61 Prozent gaben zugleich an, dass ihre Nutzungsfrequenz – bezogen auf Zeitungen und Zeitschriften – unverändert sei. 22 Prozent lesen eigenen Angaben zu Folge heute seltener in Printmedien als noch vor fünf Jahren; 16 Prozent hingegen sprechen von einer häufigeren Nutzung der Printmedien. Bemerkenswert: Letztere gehö­ren vor allem zur jungen Zielgruppe im Alter zwi­schen 14 und 29 Jahren. Für eine stabile Me­diennutzung von Printerzeugnissen sorgen vor allem eine hohe Leserblattbindung (47 Prozent), die haptische Anmutung des Papierformats („ich blättere gern darin“, 47 Prozent) und die Nut­zungsgewohnheit wie etwa die Tageszeitungs­lektüre am Frühstückstisch (43 Prozent). Die glei­chen Argumente geben auch die Befragten mit gestiegener Printnutzung an und erklären zudem, dass sie sich gern von jeder neuen Ausgabe ihrer Zeitung oder Zeitschrift überraschen lassen (24 Prozent) und nicht auf die glaubwürdigen und gut recherchierten Informationen verzichten wollen (31 Prozent). Ein Drittel der Deutschen mit ge­stiegenem Internetkonsum liest die eigenen Print­titel wie gewohnt weiter. Laut TNS Emnid ist es neben der Bindung an die eigenen Titel und dem habitualisierten Leseverhalten auch hier die hohe Glaubwürdigkeit der Printformate, die für das bedruckte Papier sprechen. Selbst Onliner schätzten die unabhängige, mobile Nutzung von Papierformaten. Die Mediennutzer, die trotz ge­stiegenem Internetkonsums auch verstärkt zu Printformaten greifen, suchen in gedruckten Me­dien oft Unterstützung und Information zu den neuen Informationstechnologien. Ferner wird der gestiegene Printkonsum mit einem verbesserten Zeitungs- oder Zeitschriftenangebot begründet, zu dem auch „Line Extensions“ und „Launches“ zählten. Bei den Befragten mit abnehmender Printaffinität gaben mehr als die Hälfte an, kein Geld mehr für Informationen in gedruckter Form ausgeben zu wollen, da diese im Internet kosten­los erhältlich seien. Ein Viertel verwies auf gestie­gene Copypreise der Zeitschriften oder Zeitungen und begründete damit die Abwendung von den Papierformaten. Grundsätzlich zeige, schreibt dazu TNS Emnid, diese Argumentation den in der Fachwelt diskutierten „Werteverfall“ von Informa­tion: Die „Kostenlos-Mentalität“, mit der das Inter­net seinen Erfolgszug begann, sei kaum mehr aufzuhalten und strahle auf andere Medien ab. Die Studie ist Teil der Print-Themenreihe „Das Mediennutzungsverhalten der Deutschen“. Be­fragt wurden 1.794 Personen ab 14 Jahren.

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