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28. November 2002 | Digitales

Studie: Regionalisierung und Visualisierung entscheidend für Online-Immobilienmärkte

Axel Springer Verlag und Ring Deutscher Makler starten „Immonet“ / ImmobilienScout 24 erreicht Gewinnschwelle

Regionalisierung und Visualisierung sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren für Online-Immobilienmärkte, so das Ergebnis der Studie „Immo Media Research“, deren dritten Band das Leipziger Beratungsunternehmen Immo Media Consult vorgelegt hat. Danach stehen regionale Immobilienbörsen und gerade auch die Online-Angebote von Zeitungsverlagen für die Nutzer an erster Stelle. Aber: „Wer nur Fließtext-Anzeigen ins Internet stellt, der wird keine große Wirkung erzielen“, prognostiziert Oliver Obermann, Geschäftsführer von Immo Media Consult.

Von Seiten der Nutzer stehen gerade die regionalen Immobilienbörsen sehr hoch im Kurs. Über 50 Prozent bezeichnen sie als „sehr bedeutend“ bei der Immobiliensuche. Nur 32 Prozent messen überregionalen Börsen die gleiche hohe Bedeutung zu. Hintergrund, so die Autoren der Studie, sei die Tatsache, dass der Großteil der Interessenten seine neue Bleibe in einem Umkreis von maximal 25 Kilometern zur alten Wohnung sucht.

 

Regionale Anbieter hätten gegenüber den Nationalen den Vorteil, durch Fokusierung auf ihr Kerngebiet eine breitere Angebotspalette zu erreichen. Auch die größere Nähe zum Kunden dürfe nicht unterschätzt werden, hieß es in der Studie.

 

Ein Mangel der meisten Immobilien-Angebote im Internet ist, so die Autoren, die nicht ausreichende Beschreibung und Visualisierung der Objekte. Auf einer Skala von eins (trifft voll zu) bis sieben (trifft überhaupt nicht zu) erreicht diese Aussage einen Wert von 2,7. Dabei sind gerade Grundrisse, Fotos und Lagepläne für die Nutzer eminent wichtig bei der Immobiliensuche.

 

Besonderes Augenmerk legt die Studie auch auf Online-Immobilienmärkte als Ergänzung des klassischen Zeitungsverlagsgeschäfts. Zum ersten Mal ist die Tageszeitung nicht mehr erste Wahl als Informationsquelle der Wohnungssuchenden (50 Prozent suchen zuerst im Internet, 45 Prozent in der Tageszeitung). Für drei Viertel der Interessenten, die ihre Immobiliensuche in der Zeitung starten, hat auch das Internet eine große bis sehr große Bedeutung als Informationsquelle. Umgekehrt hat die gedruckte Zeitung nur für zwei Drittel der Interessenten eine solche Bedeutung, die zuerst über das Internet suchen. Die Autoren begründen diese Differenz mit dem Trend zur Nutzung des Internets als Vertiefungsmedium. Die knappe Anzeigenfläche der Zeitungen diene dazu, auf die ausführlichen Informationen im Internet zu verweisen. Für die Studie „Immo Media Research“ wurden 487 Unternehmen und 895 Internet-Immobilienkunden befragt. Sie kostet 125 Euro. Kontakt: Oliver Obermann, E-Mail oliver.o@immo-media-consult.de, Internet: www.immo-media-research.de

 

ASV startet Immonet

 

Die regionale Vermarktung im Fokus hat auch die Kooperation „Immonet“ zwischen Axel Springer Verlag und dem Ring Deutscher Makler. In einem ersten Schritt hat der Axel Springer Verlag die Immobilien-Anzeigen der Zeitungen „Hamburger Abendblatt“, „Berliner Morgenpost“, „BZ/BZ am Sonntag“, „Die Welt“, „Welt am Sonntag“ sowie das Angebot von PropertyGate.com in der zentralen Datenbank der Immonet GmbH zusammengeführt. Damit geht Immonet mit einem Bestand von rund 50.000 Immobilien an den Start. Die Angebote der Mitglieder des Rings Deutscher Makler werden der Datenbank in Kürze hinzugefügt.

 

Die neue Online-Immobilien-Börse bietet dem Nutzer mehr Komfort und Service: Täglich aktuelle Immobilien-Anzeigen aus den Zeitungen sowie ausführliche Online-Exposés mit Ansichten und Grundrissen. Die nationale Vermarktung des gesamten Immobilienbestands erfolgt über die Marken „Die Welt“ und „Welt am Sonntag“, die internationale Vermarktung über PropertyGate.com. Der Schwerpunkt von Immonet ist aber die regionale Vermarktung über die Immobilien-Channels der Regionalzeitungen. Daher wird eine weitergehende Abdeckung durch die Aufnahme zusätzlicher Verlagspartner angestrebt.

 

Einen neuen Kooperationspartner hat auch ImmobilienScout 24, eines der größten reinen Online-Immobilien-Portale in Deutschland. Gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Wohnungsunternehmen (GdW), der bundesweit 3.200 Wohnungsunternehmen mit sieben Millionen Wohnungen vertritt und damit größter wohnungswirtschaftlicher Dachverband in Deutschland ist, wird eine Wohnungsbörse für die GdW-Mitglieder aufgebaut. Im Rahmen der strategischen Kooperation soll unter der Internet-Adresse www.gutundsicherwohnen.de auf Basis der Technologie von ImmobilienScout 24 ein Online-Marktplatz für die GdW-Mitglieder aufgebaut werden. Dabei können die von den GdW-Unternehmen eingestellten Objekte optional auch in den Datenpool von ImmobilienScout 24 übertragen werden. „Das Potenzial im Netz ist groß“, so Arndt Kwiatkowski, Geschäftsführer von ImmobilienScout 24. „Die Hälfte aller Haushalte in Deutschland ist bereits online, drei Viertel aller Umzugswilligen nutzen das Internet zur Wohnungssuche. Das Medium Internet hat sich mittlerweile auch als Vertriebskanal für Immobilien etabliert. Dennoch nutzen es heute erst rund zehn Prozent der Wohnungsanbieter.“

 

Erst Ende Oktober hatte ImmoblienScout 24 bekannt gegeben, mit RTL New Media zu kooperieren. Das gesamte Angebot von ImmobilienScout ist als eigener Channel inklusive aller Funktionalitäten in der Rubrik „Geld“ über www.rtl.de inklusive abzurufen. Im Jahr 2002 wird ImmobilienScout 24 nach eigenen Angaben erstmals den „break even“ erreichen.

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