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25. Mai 2000 | Namen und Nachrichten

Studie: "METRO" in London

Bereits im Juni 1998 hat der BDZV in einer Studie dokumentiert, wie Tageszeitungsverlage in Stockholm und Göteborg auf das Erscheinen der Gratiszeitung "metro" aus dem schwedischen Kinnevik-Konzern reagiert haben. Mittlerweile erscheinen auch in einigen deutschen Städten derartige Gratisblätter. Derzeit lässt der BDZV durch ein bei Professor Dr. Helmut Kohl, Dekan der Universität Frankfurt, in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten die Unvereinbarkeit von kostenlosen Zeitungen mit Artikel 5 Grundgesetz klären. Das Gutachten wird voraussichtlich Ende Juli 2000 vorliegen. Einen eigenen Weg beschritt der Londoner Verlag Associated Newspapers ("Daily Mail" und "Evening Standard"), der im März 1999 mit einer eigenen Gratiszeitung an den Start ging. Vertriebsweg des "METRO" genannten Gratisblattes ist - wie in Schweden - die Londoner U-Bahn. Binnen kurzer Zeit konnte mit einer Auflage von rund 300.000 Exemplaren eine Leserschaft von rund 430.000 U-Bahn-Fahrern aufgebaut werden, ohne dass dies laut Associated Newspapers zu einer Kannibalisierung bei den bezahlten Zeitungen des Verlags geführt hätte. Mittlerweile wurden regionale Ableger gegründet, so dass die Gesamtauflage von "METRO" derzeit 680.000 Exemplare beträgt. Zwei Drittel der "Metro"-Leser sind unter 35 Jahre alt, fast Dreiviertel sind berufstätig. Das Blatt wird von 30 Journalisten produziert; etwa eben so viele sorgen für die regionalen Komponenten. Dabei wird ausdrücklich auf redaktionelle Qualität gesetzt. Dies sind einige der Kernaussagen, die Verantwortliche der Verlagsgruppe Associated Newspapers anlässlich eines Informationsseminars in London präsentierten. Die vom Weltverband der Zeitungen (WAN) organisierte Veranstaltung mit dem Titel "Free Newspapers: threat or opportunity?" war so erfolgreich, dass sie am 7. April 2000 noch einmal wiederholt wurde. Der BDZV hat die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. Der Bericht mit dem Titel "Aktion oder Reaktion? Gratiszeitung 'METRO' - ein Londoner Projekt" ist zu beziehen über:

BDZV
Hauptgeschäftsführung
Frau Werner
Telefon 0228/81004-12.

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