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21. Oktober 2005 | Namen und Nachrichten

Studie: „Journalismus in Deutschland“

Der deutsche Journalist ist im statistischen Durchschnitt 41 Jahre alt, männlich, entstammt der Mittelschicht, hat einen Hochschulabschluss, arbeitet bei der Presse und lebt in einer festen Beziehung. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Journalismus in Deutschland“, die von den Instituten für Journalistik und Kommunikation der Universitäten Hamburg und Münster erarbeitet wurde. Danach ist die Zahl der hauptberuflichen Journalisten in Deutschland in den vergangenen zwölf Jahren um fast 5.000 gesunken, während die Zahl der Blätter und Programme gestiegen ist. Erstmals wurden die Daten 1993 erhoben. Von den gut 48.000 hauptberuflichen Journalisten sind laut Studie 74,7 Prozent fest angestellt. Der Anteil der „Freien“ ist seit 1993 von 33,5 Prozent auf 25,3 Prozent gesunken. Neben den klassischen Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Lokales, Sport und Kultur hat sich die journalistische Landschaft weiter ausdifferenziert und schließt heute auch Fach- und Servicebereiche ein. Der Anteil der Frauen stieg von 31 Prozent auf 37,3 Prozent. In Führungspositionen sind sie laut Studie nach wie vor unterrepräsentiert, „die Wirklichkeit des Journalismus wird weiterhin von Männern dominiert“, heißt es in diesem Zusammenhang. Unter den Medien haben sich seit 1993 erhebliche Verschiebungen ergeben: So stieg die Zahl der Journalisten, die für das Fernsehen arbeiten, von 8,3 auf 14,9 Prozent; die der Hörfunkmitarbeiter von 11,7 auf 16,6 Prozent und der Zeitschriftenjournalisten von 14,6 auf 19,5 Prozent; rückläufig waren die Anteile der Journalisten bei Zeitungen (von 46,5 auf 35,4 Prozent), bei Anzeigenblättern (von 11,3 auf 5,8 Prozent) und bei Nachrichtenagenturen (von 6,3 auf 2,6 Prozent). Der Anteil der Online-Journalisten liegt inzwischen bei 4,8 Prozent. 2006 soll die Studie in gedruckter Form erscheinen.

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