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06. August 2003 | Namen und Nachrichten

Studie: 78 Prozent der Ostdeutschen lesen Zeitung

78 Prozent der Ostdeutschen haben im Jahr 2002 mehrmals in der Woche eine Zeitung oder Zeitschrift gelesen. Im Jahr zuvor waren es sogar noch 81 Prozent. Basis für die am 28. Juli 2003 veröffentlichte Studie „Medien 2003“ ist eine repräsentative Bevölkerungsbefragung von 1.200 Einwohnern der neuen Bundesländer, die das Leipziger Institut für empirische Forschung (Leif) zum Jahreswechsel erhoben hat. Danach hat sich die Zahl der Zeitungs- und Zeitschriftenleser ab 16 Jahren seit 1997 um etwa 969.000 reduziert. Als mögliche Gründe für den Verzicht auf die Lektüre nennt Leif-Institutsleiter Harald Schmidt einen zunehmenden Mangel an Zeit, Geld oder Interesse. Die Studie listet auch Unterschiede zwischen den Bundesländern auf: 80 Prozent der Sachsen, Thüringer und Sachsen-Anhalter, aber nur 71 Prozent der Berliner Lesen regelmäßig eine Zeitung oder Zeitschrift. Von den Brandenburgern sind 74 Prozent regelmäßige Zeitungsleser, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 76 Prozent. Das Internet hat der Analyse zufolge bisher keinen starken Einfluss: 75 Prozent der Internetnutzer lesen regelmäßig eine Zeitung oder eine Zeitschrift. Mit zunehmenden Alter und höherer Bildung würden mehr Zeitungen oder Zeitschriften gelesen. Von den 16- bis 19-Jährigen gehören laut Studie 59 Prozent zu den regelmäßigen Zeitungslesern.

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