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15. Juli 2011 | Allgemeines

Strukturwandel dämpft Aufschwung in der Druckindustrie

Branche erwartet für 2011 stagnierende Umsätze

Die deutsche Druckindustrie hat im Jahr 2010 nicht von der guten Entwicklung der Gesamtwirtschaft profitieren können, so der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) anlässlich seiner Jahrespressekonferenz am 6. Juli 2011 in Frankfurt am Main.

Während das Verarbeitende Gewerbe im ver­gangenen Jahr um 14,5 Prozent beim Umsatz zulegte, verlor die Druckindustrie weitere 2,5 Prozent ihres Umsatzes; die rund 10.000 Unter­nehmen der Branche erwirtschafteten damit ei­nen Umsatz von circa 20,3 Milliarden Euro. Die Kapazitätsauslastung der Druckbetriebe stieg im Jahresdurchschnitt 2010 auf 81,8 Prozent, das sind 3,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahres­zeitraum.

Seit Anfang 2011 habe sich die Lage leicht verbessert und die Umsätze der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten seien bis April 2011 um 4,6 Prozent auf rund 4,25 Milliarden Euro gestiegen. Die ersten Einschätzungen für das 1. Halbjahr deuteten wieder auf rückläufige Zahlen hin, sodass der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie für 2011 insgesamt dennoch stag­nierende Umsätze erwarte. „Vor allem den klei­nen mittelständischen Druckunternehmen macht der Strukturwandel mit dem starken Boom der elektronischen Medien zu schaffen“, so der bvdm.

Deutlich werde dies bei der Betrachtung der langfristigen Branchenentwicklung. „Gegenüber dem Jahr 2000 ist die Zahl der Betriebe um 27,8 Prozent), die der Beschäftigten um 28,8 gesun­ken“, erklärte der bvdm. Damit seien der Branche in den vergangenen zehn Jahren 3.879 Betriebe und 64.140 Beschäftigte verloren gegangen. In der deutschen Druckindustrie arbeiten rund 158.751 Mitarbeiter, das sind 4,3 Prozent weni­ger als im Vorjahr 2009 (165.903).

Die Ertragslage werde durch steigende Kosten bei Papier (bei Verpackungspapieren bis zu 36 Prozent), Druckfarben (1,3 Prozent) und Druck­maschinen (1,6 Prozent) erheblich belastet. Alarmierend sind für den Verband die sehr hohen Energiepreise, im Vergleich zum Basisjahr 2005 wiesen diese eine Wachstumsrate von 22,6 Pro­zent auf.

Positiv wertete der bvdm den „sehr maßvollen Lohnabschluss in der Druckindustrie“ verbunden mit der 33 Monate langen Laufzeit. „Diese Pla­nungssicherheit ist der große Erfolg der diesjäh­rigen Tarifrunde“, so der Verband.

Gleichzeitig kritisierte der bvdm die starre Hal­tung der Gewerkschaft zum Manteltarifvertrag. ver.di müsse sich nach diesem Abschluss fragen, welchen Stellenwert ein moderner Flächentarifvertrag für die Gewerkschaft habe, wenn sie Reformen an dem Tarifwerk verweigere und belastende Forde­rungen zum Manteltarifvertrag aus rein taktischen Bewegungen aufstelle

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