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13. Mai 2003 | Allgemeines

Strukturreform bei dpa

Nachrichtenagentur stellt sich neu auf

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) in Hamburg steckt „mitten in der umfassendsten Strukturreform ihrer Geschichte“. Für die betroffenen Redakteure im Inland gehe es „vor allem um Beweglichkeit und neue Arbeitsweisen“, schreibt das Unternehmen dazu. Beschleunigt würden die weitreichenden Weichenstellungen durch die wirtschaftliche Krise vieler Medienunternehmen, die zugleich Gesellschafter und Kunden der Agentur sind.

Bis zum Ende des Jahres 2003 soll die Umstrukturierung in der Wortberichterstattung abgeschlossen sein, von der dauerhafte Einsparungen erwartet würden – auch beim Personal. Viele der knapp 500 fest angestellten Redakteure müssten sich an neue Arbeitsabläufe gewöhnen. Insgesamt sollen bis zu fünf Prozent der Planstellen eingespart werden. „Dass es voraussichtlich nicht mehr als fünf Prozent sind, liegt darin, dass wir uns seit Jahren ein striktes Kostenmanagement verordnet haben“, erklärte dazu Geschäftsführer Walter Richtberg.

 

Künftig entfallen soll die doppelte Bearbeitung der Nachrichten auf Landes- und Bundesebene. Entweder gehen Berichte zur bundesweiten Verbreitung nun direkt an die Basisredaktion oder sie werden zur Sendung im jeweiligen Bundesland nach dem Vier-Augen-Prinzip im Landesbüro gegengelesen. Begleitet wird die Umstellung laut dpa durch eine intensive Schulung der Journalisten in den Landesbüros, „damit die Texte bereits bei der Entstehung den dpa-Standard bekommen, den sie bislang teilweise erst am Landesdiensttisch erhielten“. Zugleich würden die Redakteure der Hamburger Zentrale darauf eingestellt, bei Bedarf neben dem Basisdienst auch die Landesdienste zu bedienen.

 

„Mit dieser schlankeren Struktur stellt sich dpa effizienter für die Zukunft auf, ohne dass es Abstriche bei der Qualität gibt“, sagte der stellvertretende Chefredakteur Harald Bojunga. Mit der Verringerung ihrer Kosten reagierten Nachrichtenagenturen auch darauf, dass ihnen durch den Auflagenrückgang der Zeitungen Einnahmen entgehen, da sich die Bezugspreise nach der Auflagenhöhe richten.

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