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23. September 1999 | Allgemeines

Stolpe: Verleger stehen für Zivilcourage

Verein der Zeitungsverleger feiert 50. Geburtstag

Der Verein der Zeitungsverleger in Berlin und Brandenburg (VZBB) hat am 20. September 1999 sein 50-jähriges Bestehen in Potsdam festlich begangen. Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe würdigte anlässlich des Empfangs in der Caligari-Halle auf dem Filmparkgelände Babelsberg die Leistung der Tageszeitungen beim Aufbau von Freiheit und Demokratie. Im Verlauf der deutschen Geschichte seien "Verleger zum Inbegriff von Zivilcourage" geworden.

BDZV-Vizepräsident Helmut Heinen überbrachte den Gruß des Bundesverbandes. Ebenso wie der Vorsitzende des Landesverbands, Peter Asmussen, äußerte der Herausgeber der "Kölnischen/Bonner Rundschau" aber auch Nachdenkliches zum Jubiläum. So seien in den alten Bundesländern in den Landesverbänden des BDZV 95 Prozent der Zeitungsverlage organisiert; in den neuen Ländern seien es dagegen nur knapp 50 Prozent. Selbst in Berlin und Brandenburg gehörten mehrere große Tageszeitungen nicht mehr dem Verein der Zeitungsverleger an, bedauerte Asmussen. Die noch vertretenen Titel hätten zusammen eine verkaufte Auflage von mehr als 1,2 Millionen Exemplaren. Den Grund für den vergleichsweise geringen Organisationsgrad der Zeitungen machten Heinen wie Asmussen nicht etwa an Differenzen zur Verbandspolitik fest, sondern in der Flucht vor den Verpflichtungen des Flächentarifvertrags. Dabei wies der BDZV-Vizepräsident deutlich darauf hin, dass die Branche umso wirkungsvoller ihre Interessen gegenüber der Bundesregierung, den Ländern, auf europäischer Ebene oder gegenüber den Gewerkschaften vertreten könne, je geschlossener sie auftrete. Gerade im Moment erscheine - mit Blick etwa auf die 630-Mark-Novelle oder das Gesetz zur sogenannten Scheinselbstständigkeit - ein "festes Zusammenstehen unserer Verlage notwendiger denn je".

Die Gründung des ursprünglichen Vereins Berliner Zeitungsverleger erfolgte am 16. September 1949 kurz nach Aufhebung der Blockade und bedurfte der Genehmigung der westlichen Stadtkommandanten und der Zulassung durch den Magistrat. Nach der Einheit schloss sich der Landesverband unter Änderung seines Namens 1993 zum Verein der Zeitungsverlage in Berlin und Brandenburg (VZBB) zusammen. Mitglieder sind zur Zeit: Märkische Allgemeine (Potsdam), Berliner Mogenpost, BZ, BZ am Sonntag, Bild-Zeitung, Die Welt, Welt am Sonntag (alle Berlin), Märkische Oderzeitung (Frankfurt an der Oder), Lausitzer Rundschau (Cottbus) und Allgemeine Jüdische Wochenzeitung (Berlin).

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