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20. Februar 2013 | Allgemeines

Spitzenvertreter der Zeitungsverlage fordern Leistungsschutzrecht

Angesichts der Medienkrise haben Spitzenvertreter der deutschen Zeitungsverlage im Bundestag eine rasche Einführung des Leistungsschutzrechts gefordert. Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner nannte das Gesetzesvorhaben am 20. Februar 2013 bei einem Expertengespräch im Kulturausschuss eine "Schicksalsfrage" für die Verlage.

leistungsschutzrecht2Die journalistische Leistung der Zeitungen müsse genauso vor einer kommerziellen Weiterverwertung im Internet geschützt werden, wie dies bei Musik oder Filmen schon lange selbstverständlich sei, so Döpfner. Gruner+Jahr-Vorstandsmitglied Julia Jäkel sagte, die Medien müssten selbst entscheiden können, wie ihre «für teuer Geld» erstellten Inhalte genutzt würden.

 

Übereinstimmend lehnten die Zeitungsvertreter staatliche Subventionen ab. «Subventionen machen faul und träge und lähmen den Wettbewerb», sagte Zeitverlag-Geschäftsführer Rainer Esser. Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, plädierte für eine Abschaffung der Mehrwertsteuer für Zeitungen.

 

Auch der Geschäftsführer des Chemnitzer Verlags, Ulrich Lingnau, forderte von der Politik Rahmenbedingungen für den Erhalt der Zeitungen. «Wenn wir nicht mehr antreten, wenn keiner mehr da ist, findet auch keine Demokratie mehr statt», sagte er.

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