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26. Mai 2004 | Digitales

Social Networks – Rubrikenmarkt der Zukunft?

Knight Ridder und „Washington Post“ investieren in Tribe.net

Social Networks im Internet sind in den USA der neueste Trend. Sie verbinden Freundes- und Bekanntenkreise und sollen die zwischenmenschlichen Beziehungen besser nutzbar machen. Die Netzwerke übernehmen dabei eine Vermittlungsfunktion. Kleinanzeigen in Bereichen wie Dating/Kontakte, Jobs oder Kaufgesuche und –gebote werde ersetzt, ergänzt oder neu gestaltet. Zwei große US-Zeitungsverlage – Knight Ridder und die Washington Post Company – haben sich bereits an einem der Netzwerke beteiligt.

Empfehlungen von Freunden oder Bekannten werden oft als bevorzugte Art genannt, etwas zu finden – einen Job, eine neue Wohnung oder einen Gebrauchtwagen. Entsprechend sind persönliche Beziehungen für einen hohen Anteil aller Vermittlungen zuständig. Die gesellschaftlichen Verbindungen in der wirklichen Welt („Ich kenne da jemanden, der kennt jemanden, der...“) werden in den USA von einer wachsenden Zahl an „Social Networks“ im Internet repliziert, organisiert, erweitert und auf effiziente Weise nutzbar gemacht.

Im typischen Social Network meldet sich ein Nutzer an, entweder auf eigene Initiative oder auf Einladung, erstellt sein Profil und lädt dann seine Freunde und Bekannten zur Teilnahme am Netzwerk ein. Diese Freunde sind dann seine Bekannten ersten Grades. Wenn die Freunde ersten Grades wiederum ihre Freunde zur Teilnahme einladen, so werden diese für das erste Mitglied Bekannte zweiten Grades, und deren Bekannte sind dann die Kontakte dritten Grades, und so weiter. Auf diese Weise können die persönlichen Netzwerke schnell in die Zehn- und Hunderttausende gehen.

 

Mit ihrer Vermittlungsfunktion zwischen den Hunderttausenden oder Millionen von Mitgliedern treten die Netzwerke in Konkurrenz zu den traditionellen Medienhäusern und ihren Inseraten in Print und Online, aber auch mit den auf Vermittlungen und Community spezialisierten Internetunternehmen wie Monster.com für den Stellenmarkt, match.com für Partnervermittlungen oder classmates.com für die Zusammenführung ehemaliger Klassenkameraden oder Kollegen.

 

Hillary Schneider, CEO von Knight Ridder Digital, äußerte sich zur Beteiligung an Tribe Networks: „Wir haben viele Jahre Erfahrung mit Rubrikenmärkten. Die Verbindung von Tribes Social Networking-Instrumenten und Kleinanzeigen mit unserer starken lokalen Marktpräsenz und unseren bekannten Marken ist ein Gewinn für beide Seiten.“ Sie meint, dass in der Schnittstelle zwischen Interessen-Communitys, Self-Publi-shing und Person-to-Person-Inseraten ein großes Geschäftspotenzial liege. Die Beteiligung sollte Ihnen helfen, herauszufinden, wie Social Networks für den Inseratbereich eingesetzt werden können.

 

Eine ausführliche Analyse der Social Networks in den USA findet sich in der aktuellen Ausgabe des US-Newsletters des BDZV. Dieser für alle BDZV-Mitgliedsverlage kostenlose Dienst ist nur per E-Mail zu beziehen. Kontakt: Kathrin Biallas, E-Mail biallas@bdzv.de.

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