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03. Juli 2001 | Namen und Nachrichten

Sittenwidrige Verträge zur Bildberichterstattung

Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) hatte alle Medienhäuser und Pressefotografen vor den Verträgen zur Bildberichterstattung beim Konzert der Rockgruppe Bon Jovi am 30. Juni 2001 in München gewarnt. Es handle sich dabei um "ein besonders krasses Beispiel eines sittenwidrigen Vertrages". Eine freie Bildberichterstattung sei unter diesen Umständen nicht möglich, kritisierte der BJV. Laut Vertrag sollen die Fotografen auf sämtliche denkbaren urheberrechtlichen Nutzungsrechte und auf ihre Urheber-Persönlichkeitsrechte verzichten. Bon Jovi beansprucht ferner das Eigentum an allen Aufnahmen. Der Vertrag bezieht sich ausdrücklich nur auf eine einmalige Veröffentlichung der Fotos; vor jeder weiteren Nutzung der Bilder durch den Fotografen oder eine Zeitung müsste demnach eine schriftliche Genehmigung durch das Bon Jovi-Management eingeholt werden. Demgegenüber müsse der Fotograf, führte der BJV weiter aus, aber jederzeit Abzüge seiner Bilder an Bon Jovi liefern; eine zusätzliche Vergütung für deren Nutzung stehe dem Bildjournalisten laut Vertrag nicht zu. Aufgrund einer ähnlichen Warnung durch den baden-württembergischen Landesverband hatten eine Woche zuvor anlässlich eines Bon Jovi-Konzerts in Stuttgart die Berichterstatter auf älteres Archivmaterial zurückgegriffen.

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