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03. November 2003 | Ausland

Simbabwe: Willkür gegenüber der unabhängigen Presse beenden

Washington Sansole, einer der Direktoren der „Daily News“, einzige unabhängige Zeitung in Simbabwe, ist am 26. Oktober 2003 in Bulawayo verhaftet worden. Bereits am Vortag waren 18 Mitarbeiter der Tageszeitung vorübergehend festgenommen worden. Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) äußerte sich empört über diese Verhaftungswelle und forderte Präsident Robert Mugabe auf, Sansole sofort freizulassen. Der Journalist ist einer von neun Direktoren der „Daily News“ und soll, wie die Nachrichtenagentur Agence France-Presse die Polizei zitierte, so lange festgehalten werden, bis sich die anderen Verantwortlichen der Zeitung gestellt hätten. Vier der neun Direktoren sind jedoch bereits aus dem Land geflüchtet. Die am Tag zuvor verhafteten 18 Mitarbeiter der unabhängigen Zeitung wurden erst wieder freigelassen, nachdem sie eine Erklärung unterschrieben hatten, Betriebsangehörige von „Daily News“ zu sein. Hintergrund sind die erheblich verschärften Pressegesetze Simbabwes, aufgrund derer die „Daily News“ nicht mehr bei der staatlichen Medienkommission registriert worden und am 12. September verboten worden war. Erst am 24. Oktober hatte ein Verwaltungsgericht in Harare das Erscheinen der einzigen unabhängigen Zeitung wieder autorisiert. „Wir sind schockiert über die Verhaftungen“, erklärte RoG-Generalsekretär Robert Ménard am 26. Oktober dazu in Paris. Die Behörden in Simbabwe täten alles, um das Erscheinen des einzigen unabhängigen Blattes zu verhindern.

 

Kontakt:

Reporter ohne Grenzen,

Telefon 030/6158585,

E-Mail kontakt@reporter-ohne-grenzen.de.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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