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24. August 2011 | Allgemeines

Sieben von zehn Kindern lesen Zeitschriften/ Internetnutzung steigt/ Mehr Taschengeld

Digitale Informations- und Unterhaltungsmedien dringen zwar immer weiter in die Kinderzimmer vor, doch liegt das Interesse für klassische Printmedien bei Kindern mit 96 Prozent (Zeitschriften) beziehungsweise 91 Prozent (Bücher) weiter auf einem sehr hohen Level. Das ist ein Ergebnis der am 9. August 2011 in Berlin vorgestellten KidsVA-Analyse aus dem Egmont-Ehapa-Verlag.

Danach werden 72 Prozent der Kinder zwi¬schen sechs und 13 Jahren durch Kindermaga¬zine wie „Mickey Maus“ (Reichweite: 708.000 Leser), „Just Kick it“ (543.000) oder Hannah Montana (464.000) erreicht. Zugleich bestätigt die Studie einmal mehr die Erkenntnis, die bei der Zeitungs- und Zeitschriftenlektüre auch für die Erwachsenen gilt: Kinder, die häufig Zeitschriften lesen, nutzen auch andere Medien wie Bücher, Computer oder Internet deutlich stärker als der Durchschnitt.


Die Kinder wachsen multimedial auf. Sie werden schon früh sowohl mit Print- als auch mit Digitalmedien konfrontiert. Erstmals stand auch der Medienkonsum der Vier- bis Fünfjährigen im Fokus der Untersuchung. Hier wird bereits das große Interesse an Printmedien deutlich. 81 Pro-zent (1,1 Millionen) der Vorschulkinder schauen sich Zeitschriften an oder bekommen sie vorgelesen. Bei den Büchern liegt der Anteil sogar bei 87 Prozent. Ingo Höhn, Geschäftsleiter beim Egmont Ehapa Verlag, erklärt: „Die Eltern führen die Kinder schon früh an Printmedien heran. Mehr als 5,2 Millionen regelmäßige Leser ab vier Jahren unterstreichen die außergewöhnlich hohe Bedeutung, die Zeitschriften für Kinder haben.“


Vorschulkinder mit Online-Erfahrung


Die seit Jahren steigende Internetnutzung in den jungen Altersgruppen ist auch schon in der Gruppe der Vier- bis Fünfjährigen zu beobachten: Jedes fünfte Vorschulkind hat bereits Online-Erfahrungen gesammelt. Jeder vierte Sechs- bis 13-Jährige (23 Prozent) hat sogar einen eigenen Computer; 58 Prozent verfügen über einen PC im Haushalt, der mitbenutzt werden darf. Mit dem Beginn des Schulalters steigt die Nutzungshäufigkeit explosionsartig an, da das Internet einen wesentlichen Grundbaustein im gegenwärtigen Lehrplan darstellt. 94 Prozent der Grundschulkin-der zwischen zehn und 13 Jahren surfen regelmäßig im Internet, davon ist mit 43 Prozent (plus sieben Prozent) fast die Hälfte mindestens einmal am Tag online.


Die Eltern beobachten, so ein weiteres Ergebnis der KidsVA, die Surfgewohnheiten der Kinder genau und wägen Vor- und Nachteile ab. 81 Prozent der Befragten bewertet das Internet als modernes Hilfsmittel für die Schule. Ähnlich positiv fällt das Urteil bei der Frage nach neuen Unter-haltungsmöglichkeiten aus (81 Prozent der Eltern von Zehn- bis 13-Jährigen bestätigen das). Konstant hält sich jedoch auch die Skepsis gegen-über zu schnellem und leichtem Zugang zu ge-fährlichen Inhalten. In der Umfrage wurden aber auch Ängste gegenüber risikobehafteten Seiten deutlich, 92 Prozent der Eltern von Sechs- bis Neunjährigen und 87 Prozent der Eltern von Zehn- bis 13-Jährigen äußerten diese Sorge. Die Gefahr, dass ein Kind durch häufige Internetnutzung den sozialen Anschluss verliert oder sich zu wenig bewegt, bereitet hingegen tendenziell weniger Sorgen. Auch der fehlende Bewegungs-drang beunruhigt nicht mehr so oft wie noch vor einem Jahr. Zugleich versuchen die Eltern, po-tenzielle Risiken für ihre Kinder zu reduzieren, indem sie Regeln aufstellen. So erlauben zwei Drittel keine Downloads und 78 Prozent legen durch Einstellungen fest, auf welchen Seiten die Kinder surfen dürfen.


Eltern übernehmen Handy-Kosten


Ein weiteres Wachstum beobachtet der Egmont Ehapa Verlag in der Nutzung von Mobiltelefonen: Jedes zweite Kind zwischen sechs und 13 Jahren (52 Prozent) hat heute ein eigenes Handy. In Punkto Handykosten haben sich die Kinder eine gute Ausgangsposition geschaffen: Immer mehr Eltern (57 Prozent) übernehmen sämtliche Mo-bilfunkkosten (2011 durchschnittlich 252 Euro im Jahr).


Dies ist aus finanzieller Sicht nicht die einzige gute Nachricht für die Kinder. Nach drei Jahren im Minus wächst die Höhe des monatlichen Taschengelds wieder. Mit durchschnittlich 24,85 Euro ist der Höchststand aus dem Jahr 2008 (25,05 Euro) fast erreicht. Auch Vorschulkinder verfügen bereits mit 12,11 Euro im Monat über erstes eigenes Geld. Es wird vor allem für Süßigkeiten und Zeitschriften verwendet: So kaufen 64 Prozent Bonbons, Kekse oder Kaugummis; 50 Prozent geben an, ihr Taschengeld für Zeitschriften und Comics auszugeben.


Die KidsVerbraucherAnalyse 2011 beruht auf Daten, die aus 1.728 Doppelinterviews (Kind und Elternteil) gewonnen wurden. Sie repräsentieren 6,13 Millionen Kinder zwischen sechs und 13 Jahren. Für die erstmals betrachteten 1,4 Millionen deutschen Vorschulkinder stehen repräsentativ 394 Elterninterviews.

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