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26. März 2003 | Ausland

Sicherheit von Journalisten garantieren

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat die US-Behörden am 19. März 2003 aufgefordert, die Berichterstattung über den – zu diesem Zeitpunkt noch bevorstehenden – Irak-Krieg nicht zu behindern. Die Organisation befürchtet, dass Journalisten, die innerhalb der US-Streitkräfte arbeiten, „zensiert werden könnten“, und ist in Sorge um die Sicherheit derjenigen, die nicht unter der Kontrolle und dem Schutz des amerikanischen Militärs arbeiten. Auch forderte RoG die US-Streitkräfte auf, Einrichtungen irakischer Medien nicht zu zerstören. In diesem Zusammenhang machte RoG auf die vom US-Verteidigungsministerium präsentierte Möglichkeit aufmerksam, als Folge einer so genannten „Politik der Einbettung“ (embedded journalism) unmittelbar vom Kampfgeschehen berichten zu können. Die „eingebetteten Journalisten“ müssten sich jedoch verpflichten, 50 Regeln einzuhalten. Die Richtlinien regelten, welche Informationen durch die Journalisten verbreitet werden dürften und welche nicht. Allerdings bleibe, kritisierte RoG, die Unterscheidung extrem vage. „In letzter Instanz entscheiden die Kommandanten der Einheiten, ob und welche Information als vertraulich oder nicht vertraulich eingestuft werden.“ Vor diesem Hintergrund rief RoG die amerikanischen Behörden auf, den Journalisten, die in die Einheiten der amerikanischen Armee eingegliedert wurden, freie Berichterstattung zu ermöglichen; zu garantieren, dass „nicht-eingebettete“ Journalisten frei arbeiten können, ohne um ihre Sicherheit fürchten zu müssen; irakische Redaktionsräume und Sendestationen nicht als militärische Ziele anzugreifen, auch wenn sie für Propagandazwecke genutzt würden; sowie zu garantieren, dass alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um zu verhindern, dass Journalisten mit bekanntem Aufenthaltsort verletzt oder verwundet werden. Kontakt: Reporter ohne Grenzen, Telefon 030/ 615 85 85; E-Mail: presse@reporter-ohne-grenzen.de

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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