Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

03. Juni 2010 | Allgemeines

Sechs Journalisten mit Theodor-Wolff-Preis geehrt

„Süddeutsche Zeitung“ Autor Joachim Kaiser wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis geht in diesem Jahr an sechs Journalisten von „Berliner Zeitung“, „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Stuttgarter Zeitung“, „Süddeutscher Zeitung“ und „Die Zeit“.

Die mit je 6.000 Euro dotierten Auszeichnun­gen in der Sparte „Lokales“ erhalten Detlef Schmalenberg für seinen Artikel „Das Milliarden-Puzzle“ („Kölner Stadt-Anzeiger“), der in einer hervorragend recherchierten Dokumentation die Umstände des Einsturzes an der Kölner U-Bahn­baustelle ausleuchtet, sowie Frank Buchmeier für seinen Beitrag „Eines Morgens an der Sonnen­uhrhütte“ („Stuttgarter Zeitung“), in dem der Autor ohne jede Sozialromantik schildert, wie eine en­gagierte Frau einen im Wald lebenden Penner wieder in die Gesellschaft zurückhilft.

Arne Perras sowie Sabine Rennefanz bekom­men den ebenfalls mit 6.000 Euro dotierten Jour­nalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theo­dor-Wolff-Preis in der Kategorie „Allgemeines“. Perras („Süddeutsche Zeitung“, München) be­richtet in seinem Artikel „Die Räuber“ über das Leben somalischer Piraten. Sabine Rennefanz schildert in ihrer breit angelegten Reportage „Die grüne Festung“ („Berliner Zeitung“) Hoffnungen und Nöte einer Hausgemeinschaft am Kottbusser Tor, einem Berliner Kiez mit schlechtem Ruf.

Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kate­gorie „Kommentar/Glosse/Essay“ hat die Jury Jana Hensel für ihren Beitrag „Vater Morgana“ („Die Zeit“, Hamburg ) zuerkannt, in dem sich die Autorin sehr pointiert mit der Frage beschäftigt, ob Elternteilzeit und Vätermonate Rolle und Ar­beitsbelastung der Mütter in der deutschen Ge­sellschaft verändert haben.

Der Preis für das Lebenswerk geht an Joachim Kaiser („Süddeutsche Zeitung“, München). Die Jury würdigte ihn als herausragenden Kultur- und insbesondere Musikkritiker, der immer für den Rang der Kultur in der Gesellschaft eingetreten sei und das geistige Leben in Deutschland seit Jahrzehnten mit seinen Beiträgen in der „Süd­deutschen Zeitung“ maßgeblich begleite.

Der Sprecher der Jury, der Publizist und lang­jährige dpa-Chefredakteur Wilm Herlyn (Essen), würdigte die hohe Qualität der eingereichten Arti­kel. Beeindruckend seien in diesem Jahr insbe­sondere die Vielfalt und der journalistische An­spruch der Wettbewerbsbeiträge aus den Lokal­redaktionen.

Der Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis ist die renommierteste Auszeichnung, die die Zeitungsbranche zu ver­geben hat. Sie erinnert an den langjährigen Chef­redakteur des legendären „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868 – 1943). Wolff musste 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen, wurde dort verhaftet und der Gestapo ausgeliefert und starb 1943 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin.

Die Auszeichnungen werden am 8. September bei einem Festakt in Bremen überreicht. An der Ausschreibung beteiligten sich 413 Journalisten.

Der unabhängigen Jury zum Theodor-Wolff-Preis gehören an: Peter Stefan Herbst (Chefre­dakteur „Saarbrücker Zeitung“), Wilm Herlyn (Publizist, Essen), Bernd Hilder (Chefredakteur „Leipziger Volkszeitung“), Christoph Irion (Chef­redakteur „Reutlinger General-Anzeiger“), Bernd Mathieu (Chefredakteur, „Aachener Zei­tung/Aachener Nachrichten“), Bascha Mika (Pub­lizistin, Berlin), Ulrich Reitz (Chefredakteur „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, Essen), Evelyn Roll (leitende Redakteurin „Süddeutsche Zeitung“, München), Franz Sommerfeld (Mitglied des Vorstands Mediengruppe M. DuMont Schau­berg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln).

zurück