Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

07. Oktober 2003 | Ausland

Schweizer Parlament will Presse fördern

Am 23. September 2003 hat sich in der Schweiz der Nationalrat mit 78 gegen 53 Stimmen für einen Medienartikel in der eidgenössischen Verfassung ausgesprochen. Damit wird der Weg für eine direkte Subventionierung der Presse geebnet. Die Befürworter sprechen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, von einem „Medienvielfaltsartikel“. Bisher förderte der Staat die Presse mit einer Verbilligung der Posttaxen. Dafür wurden 100 Millionen Franken pro Jahr aufgewendet. Dass diese Form der indirekten Unterstützung abgebrochen wird, steht fest. Die Abstimmung im Parlament sei, notiert die „F.A.Z.“, gegen die Regierung und die rechtsstehenden Parteien erfolgt.

Wenige Tage zuvor hat der Verband Schweizer Presse die Gründung einer Stiftung für die Presseförderung vorgeschlagen. Wie die Dachorganisation der Schweizer Zeitungsverleger am 18. September 2003 in Zürich mitteilte, soll die Stiftung zugleich als Bindeglied und „Brandmauer“ zwischen dem Staat und dem Mediensystem die Verteilung der Fördermittel organisieren. Als Größenordnung für die direkte und indirekte Presseförderung (vor allem für die Distributionsförderung) nannten die Verleger einen Betrag von 150 Millionen Franken pro Jahr. Der Verband Schweizer Presse hatte sich bereits vor einem Jahr in St. Moritz mit großer Mehrheit für die indirekte Presseförderung entschieden. Wie die Organisation mitteilt, habe die Mehrheit der Verbandsmitglieder eine direkte staatliche Presseförderung abgelehnt, „um die Unabhängigkeit der Presse und damit deren Glaubwürdigkeit nicht in Frage zu stellen“. Indirekte Presseförderung würde in erster Linie, wie bisher, Zuschüsse an die Kosten der Postverteilung bedeuten, die in den letzten Jahren kontinuierlich gekürzt worden seien und die Ende 2007 in der heutigen Form auslaufen sollen. Die Schweizer Verleger wollen außerdem Aus- und Weiterbildung von Journalisten und Verlagsfachleuten sowie die Datenversorgung namentlich der kleineren und mittleren Verlage fördern. Staatliche Fördermittel sollen nach der Meinung des Verbands Schweizer Presse ausschließlich durch die neue Stiftung ausgerichtet werden, die auch für die „Formulierung fairer und transparenter Kriterien zuständig wäre“.

 

Kontakt:

Schweizer Presse,

Dr. Daniel Kaczynski,

Telefon: 0041 1 3186464,

E-Mail: daniel.kaczynski@schweizerpresse.ch.

zurück