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22. März 2001 | Allgemeines

Schweden will keine TV-Werbung für Kinder

Generelles Verbot in der gesamten EU geplant

Die schwedische Kulturministerin Marita Ulvskog hat Anfang Februar 2001 in Stockholm die Debatte über ein mögliches Verbot von Fernsehwerbung für Kinder wiederbelebt: Anlässlich eines Seminars "Kinder und junge Leute in der neuen audiovisuellen Landschaft" erklärte sie, dass das Verbot für Werbung gelten solle, die sich an Kinder unter zwölf Jahren wendet.

Wie der Europäische Zeitungsverlegerverband ENPA dazu mitteilt, zählt ein generelles Verbot dieser Werbung in der gesamten Europäischen Union zu den Schwerpunkten im Programm der schwedischen Präsidentschaft. Die Schweden hofften, auf diese Weise ihre Zeit als Vorsitzende im Ministerrat nutzen zu können, um so den Weg für eine Revision der Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen" zum Jahresende 2002 zu ebnen.

Laut ENPA sind die Schweden mit ihren Plänen "bereits auf beträchtlichen Widerstand gestoßen, insbesondere bei der für die audiovisuelle Politik verantwortlichen Europäischen Kommissarin Viviane Reding". Reding habe sehr deutlich gemacht, dass sie in der geltenden Fernsehrichtlinie bereits einen angemessenen Schutz für die Kinder sehe. Aus ihrer Sicht sollten Kinder nicht überbeschützt werden, sondern lieber frühzeitig lernen, kritisch zu sein. Außerdem wäre ein EU-Verbot wenig wirksam, da das Internet und das Satellitenfernsehen die Angelegenheit zu einer globalen Frage machten.

In diesem Zusammenhang verweist der Europäische Zeitungsverlegerverband auf die EU-Mitglieder Griechenland, Finnland, Dänemark und Belgien, die Beschränkungen für die Werbung gesetzlich geregelt hätten. Dagegen überließen Deutschland, Frankreich und Großbritannien diese Frage den Gremien der Selbstkontrolle.

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