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25. Februar 2005 | Allgemeines

Schwache Ertragslage trotz Mengenrekord

Papierindustrie kündigt Preiserhöhungen an

Die deutsche Papierindustrie leidet trotz eines Produktionsrekords im Jahr 2004 weiter unter einer schwachen Ertragslage. Das erklärte der Präsident des Verband Deutscher Papierfabriken (VDP), Hans-Michael Gallenkamp, bei der Jahrespressekonferenz der Organisation am 23. Februar 2005 in Düsseldorf.

Die Branche habe 2004 mit 20,3 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe fünf Prozent mehr produziert. Der Absatz sei um gut sechs Prozent auf 20,6 Millionen Tonnen, der Umsatz um ca. vier Prozent auf 12,5 Milliarden Euro gestiegen. Der Cashflow mit acht Prozent und das Ergebnis vor Steuern mit zwei Prozent seien jedoch nochmals hinter dem bereits schwachen Jahr 2003 zurückgeblieben. Gesunkene Durchschnittserlöse und ein steigender Kostendruck zwängen viele Unternehmen zu Preiserhöhungen, kündigte der VDP-Präsident an.

 

Kostentreiber sei laut Gallenkamp vor allem die Energie, aber auch drastisch steigende Rohstoffpreise und die Maut belasteten die Ergebnisse der Branche. Der Präsident forderte von der Politik, die ökologisch begründeten Zusatzlasten auf die Energiepreise zu überprüfen und die Verzerrungen im internationalen Wettbewerb abzubauen. Ferner erteilte Gallenkamp in seiner Rede allen Überlegungen eine Absage, Altpapier in Zukunft zusammen mit anderen Materialfraktionen zu erfassen. Damit würde das Altpapier unbrauchbar für das Recycling. Das erfolgreiche System der Altpapiererfassung und –wiederverwertung dürfe nicht in Frage gestellt werden.

 

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hat darauf hingewiesen, dass die vom VDP angekündigten eventuellen Papierpreissteigerungen auch auf die Preise für Druckprodukte durchschlagen würden. Die Druckindustrie stehe, hieß es beim bvdm am 23. Februar 2005, konjunkturell gerade vor einem entscheidenden Turn-around. Nach drei krisenhaften Jahren mit deutlichen Umsatzrückgängen und Beschäftigtenabbau habe sich die Lage zum Jahresbeginn etwas stabilisiert. Die Erträge seien allerdings immer noch unbefriedigend. Der Preisdruck auf Druckereien halte, wie bvdm-Präsident Rolf Schwarz in Wiesbaden mitteilte, unvermindert an. In dieser Situation müsste „die Druckereien die steigenden Preise unbedingt am Markt weitergeben, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben“ wollten.

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