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12. November 2004 | Allgemeines

Schluss mit dem Werbeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente!

EU-Kommissar Günter Verheugen bei VDZ-Jahrestagung in Berlin

Der deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen hat sich für eine beschränkte Zulassung von Arzneimittel-Werbung in den Medien ausgesprochen. Anzeigen für rezeptpflichtige Medikamente sollten in einem bestimmten Rahmen erlaubt sein, sagte Verheugen am 4. November 2004 bei der Jahrestagung des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin.

Ein früherer Vorschlag in diese Richtung sei zwar vom EU-Parlament abgelehnt worden. Er werde sich aber in seiner neuen Amtsperiode für eine Liberalisierung einsetzen, versicherte Verheugen. Dabei gehe es nicht darum, Medizinwerbung im großen Umfang zuzulassen, sondern vielmehr gesicherte Informationen über die Wirkung von Arzneimitteln freizugeben. Immer mehr Patienten würden sich über Medikamentierung und Heilungschancen im Internet informieren. Hier seien die Angaben jedoch oft zweifelhaft, kritisierte Verheugen. Daher sollten besser gesicherte Informationen der Arzneimittel-Hersteller in den Medien zulässig sein.

Zuvor hatte VDZ-Präsident Hubert Burda die EU-Werbeverbote insbesondere für Alkohol und Tabak kritisiert. Sie könnten der Anfang sein für weitere Einschränkungen etwa die Werbung für Autos oder bestimmte Lebensmittel. Die Bürger dürften nicht wie „Erstklässler“ behandelt werden, die sich der Risiken ihres Verhaltens nicht bewusst seien, verlangte Burda.

Zum Auftakt der zweitägigen VDZ-Jahresversammlung hatten die Zeitschriftenverleger „positive Zeichen“ für die Branche verkündet. Dazu zählten Zuwächse im Anzeigengeschäft sowie Innovationen mit neuen Titeln und Ideen. Die Brutto-Werbeinvestitionen bei den Publikumszeitschriften seien in den ersten neun Monaten des Jahres 2004 um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, führte der für die Publikumszeitschriften zuständige VDZ-Vorstand Karl Dietrich Seikel (Spiegel-Verlag, Hamburg) aus. Netto bleibe allerdings angesichts der Medienrabatte ein knappes Plus in Höhe der Preissteigerung übrig.

 

Internet: www.vdz.de

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