Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

04. September 2003 | Allgemeines

Schleswig-Holstein ändert Landespressegesetz

Verleger: Landesregierung betreibt Aktionismus

Zeitungsleser in Schleswig-Holstein sollen künftig unmittelbar aus ihrer Zeitung erfahren, wem sie gehört und wer sie finanziert. Das sieht eine am 12. August 2003 von der Landesregierung beschlossene Änderung des Landespressegesetzes vor. Außerdem müssen Zeitungen, die regelmäßig ganze Seiten des redaktionellen Teils von anderen fertig übernehmen, im Impressum den Verleger und verantwortlichen Redakteur des übernommenen Teils angeben.

Nach den Worten des schleswig-holsteinischen Innenministers Klaus Buß sorgen die Offenlegungspflicht der Inhaber- und Beteiligungsverhältnisse und der erweiterte Impressumszwang dafür, dass bei zunehmender Presseverdichtung die notwendige Transparenz erhalten bleibe. „Für eine freie demokratische Willensbildung ist es wichtig, dass die Leserinnen und Leser wissen, welche Geldgeber und Interessen hinter ihrer Zeitung stehen“, erklärte der Minister.

 

Als „puren Aktionismus“ bewertete der BDZV die Gesetzesänderung. Wer sich für die Besitzverhältnisse von Verlagen interessiere, habe dies auch bisher schon im Handelsregister einsehen können, sagte die Dachorganisation der Zeitungsverleger. Dagegen würde die Mehrzahl der Leser, die sich bisher nicht für das Impressum interessiert habe, dies auch künftig nicht tun.

zurück