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13. Mai 2003 | Allgemeines

Scharfe Kritik der Zeitungsverleger: ver.di setzt Existenz von Zeitungen aufs Spiel

Gewerkschaften müssen zu Kompromissen bereit sein

In ungewöhnlich scharfer Form hat der BDZV am 7. Mai 2003 in Berlin auf die Streikdrohungen der Gewerkschaft ver.di reagiert. Angesichts der immer schwieriger werdenden Lage in den Zeitungsunternehmen sei es unverantwortlich, dass die Gewerkschaftsfunktionäre jetzt zum Streik aufriefen, um ihre unrealistischen Forderungen mit Gewalt durchzusetzen.

„Wer jetzt streikt, spielt mit der Existenz von Zeitungen und tausenden von Arbeitsplätzen“, sagte ein Sprecher des BDZV. Alle Anstrengungen müssten darauf konzentriert werden, trotz weiterer schwerer Einbrüche im Anzeigengeschäft und trotz der Auflagenverluste die Zukunft der Verlage und damit auch die Arbeitsplätze zu sichern. Die Gewerkschaftsfunktionäre müssten endlich erkennen, dass die Lage viel zu ernst sei, um althergebrachte Streikrituale zu praktizieren.

 

Mit dem Aufruf zu Streikmaßnahmen schade die Gewerkschaft der Druckindustrie unnötig und nehme weiteren Stellenabbau bewusst in Kauf, erklärte auch der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am selben Tag. Die Organisation bezeichnete den Beschluss der beiden Tarifkommissionen von ver.di als „schlicht verantwortungslos“. In einer Situation, in der sich die wirtschaftlichen Rahmendaten von Tag zu Tag nach unten bewegten, müssten auch die Gewerkschaften zeigen, dass sie zu Kompromissen bereit seien.

 

Der bvdm wiederholte in diesem Zusammen-hang, dass sich sein Angebot an der wirtschaft-lichen Realität der Betriebe orientiere. Neben moderaten Lohnerhöhungen sei auch die Ver-längerung des Tarifvertrags zur Altersteilzeit vorgesehen. Die Arbeitsgeber stünden geschlossen hinter ihrem Angebot: „Es ist fair und verhandlungsfähig, weil es beide Seiten berücksichtigt.“

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