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22. Juli 2010 | Allgemeines

Scharfe Kritik der Zeitungsverleger am öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Helmut Heinen einstimmig als BDZV-Präsident wiedergewählt

Der Präsident des BDZV, Helmut Heinen, ist am 6. Mai 2010 in Brüssel von der Delegier-tenversammlung der Verlegerorganisation einstimmig im Amt bestätigt worden. Heinen ist Herausgeber der „Kölnischen/Bonner Rundschau“ und Mitgesellschafter der Berli¬ner Verlag GmbH. Er steht seit dem Jahr 2000 an der Spitze des Verlegerverbands, zuvor war er zehn Jahre lang Vizepräsident.

Heinen betonte anlässlich seiner Wahl, dass die Zeitungsverlage vor der großen Herausforde­rung stünden, sich zu Medienhäusern mit einem breiten Portfolio an ausdifferenzierten Produkten zu entwickeln. Dies erfordere neben Ideen und Innovationsbereitschaft erhebliche Investitionen sowie die passenden Rahmenbedingungen. In diesem Zusammenhang kritisierte der BDZV-Präsident die anhaltende Ausweitung der digita­len Textangebote im öffentlich-rechtlichen Rund­funk. Der bisherige Verlauf des seinerzeit in Brüssel von der EU-Politik initiierten Drei-Stufen-Tests sei enttäuschend, so Heinen. Es könne nicht Sinn des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, dass ein Teil der acht Milliarden Euro an Rundfunkgebühren dazu eingesetzt werde, den Zeitungsverlagen den Weg in die digitale Medi­enzukunft zu verbauen.

Heinen führte weiter aus, dass die Interessen der Zeitungen beim Ausbau der digitalen Wirt­schaft auf europäischer Ebene (Stichwort: Digital Agenda) von Brüssel zu wenig berücksichtigt worden seien. Zugleich appellierte er an die EU-Gremien, keine weiteren Werberestriktionen zu beschließen. Mit Verboten und Regulierungen würden die Verbraucher bevormundet und den Zeitungen ein substanzieller Bestandteil ihrer Umsätze entzogen. Heinen wörtlich: „Werbefrei­heit ist auch Bestandteil der Meinungs- und Pres­sefreiheit.“

Als Vizepräsidenten in ihrem Amt bestätigt wur­den Dr. Wolfgang Pütz, Verleger des „Rem­scheider General-Anzeigers“; Dr. Richard Reb­mann, Geschäftsführer der Südwestdeutschen Medien Holding GmbH, Stuttgart; Rudolf Knepper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technik und Logistik der Axel Springer AG, Berlin/Hamburg; sowie Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsfüh­rung der Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz und Vorsitzender des Aufsichtrats der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft in Frankfurt am Main. Kooptiertes Mitglied des Präsidiums ist weiterhin der Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschus­ses beim BDZV, Werner Hundhausen, „Gene­ral-Anzeiger“ Bonn.

Als Ehrenmitglieder gehören dem Präsidium an: Professor Alfred Neven DuMont, Heraus­geber von „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Express“, „Mitteldeutscher Zeitung“ und „Frankfurter Rund­schau“ sowie Mitgesellschafter der Berliner Ver­lag GmbH; Rolf Terheyden, Altverleger des „Bocholter Borkener Volksblatts“; Eberhard Eb­ner, Verleger der „Südwest Presse“ in Ulm, sowie Wilhelm Sandmann, früherer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover.

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