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04. Februar 2009 | Ausland

Sarkozy investiert 600 Millionen in französische Presse

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will die defizitäre französische Presse mit 600 Millio­nen Euro (über die Dauer von drei Jahren) und einer Strukturreform dauerhaft rentabel machen. Die erste Bedingung für die Unabhängigkeit der Presse sei es, Geld zu verdienen, sagte Sarkozy dazu am 23. Januar 2009 in Paris. „Die Presse war schon vor der Krise in der Krise.“ Der Staat müsse sich der Branche mit 100.000 Mitarbeitern genauso annehmen wie der krisengeplagten Au­tobranche. Als Ergebnis mehrmonatiger Debatten der Medienvertreter (Ètats Généraux de la Presse) schlug Sarkozy ein Dreijahresprogramm für die Modernisierung der Presse vor. Dazu gehören unter anderem die Modernisierung und Verbilli­gung des Zeitungsdrucks (um 30 bis 40 Prozent), die Förderung von Abonnements und damit ein­hergehend die Stärkung des Vertriebs. Ferner soll die in der Vergangenheit stark rückläufige Zahl der Zeitungskioske erhöht und stabilisiert werden. Für zunächst ein Jahr ausgesetzt werden soll die Erhöhung der Preise für die Beförderung von Zeitungen per Post. Weiter sollen 18-jährige junge Leute in Frankreich ein Zeitungsabonne­ment ihrer Wahl ein Jahr lang unentgeltlich be­ziehen dürfen, wobei die Kosten für das Abonne­ment von den Zeitungen übernommen werden, die Kosten für die Zustellung von der Regierung. Auch sollen die (Online)Zeitungen von der Gewer­besteuer befreit werden. Außerdem kündigte Sarkozy an, sich in Brüssel für eine Senkung der Mehrwertsteuer beim Verkauf der Zeitungen ein­zusetzen. Alle Überlegungen und Empfehlungen der Teilnehmer an den Generalständen der Presse können im 60-seitigen Grünbuch (Livre Vert) in französischer Sprache nachgelesen wer­den (www.etatsgenerauxdelapresseecrite.fr). Sie beruhen unter anderem auf den Recherchen mehrerer französischer Finanz- und Wirtschafts­dele­gationen in Spanien, Schweden, England und Deutschland (darunter auch beim BDZV).

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