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16. März 2007 | Allgemeines

Rücksichtsloser Handel mit Zeitungen nimmt zu

Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer beim „European Newspaper Congress“

Zeitungen würden fast ähnlich schnell und rücksichtslos gehandelt wie Aktien an der Wallstreet, das kritisierte Österreichs Bundeskanzler Gusenbauer anlässlich des European Newspaper Congress am 7. März 2007 in Wien.

Diese Entwicklung müsse man kritisch hinter­fragen, wenn über die Qualität im Journalismus und über die Zukunft von Arbeitsplätzen im Me­diensektor geredet werde, erklärte Gusenbauer. Eine gemeinsame europäische Regelung sei allerdings aufgrund der unterschiedlichen Situa­tion in den einzelnen Ländern abzulehnen. „För­dern wir die Zeitungen in einer Form, die ihnen gut tut, die zukunftsträchtig und nachhaltig ist und die vor allem zur Pluralität der Meinungen bei­trägt“, sagte der Bundeskanzler.

Gleichzeitig forderte er die europäische Kommission auf, die Handlungsspielräume des Wettbewerbs- und Kartellrechts stärker zu nüt­zen. Unabhängig davon gab Gusenbauer zu ver­stehen, dass man sich in Europa an transnatio­nale Eigentümerstrukturen werde gewöhnen müssen. „Ich bin gegen eine Renationalisierung von Zeitungen“, sagte der Bundeskanzler. Weit­aus wichtiger als die Frage nationaler Eigentümer seien aus demokratiepolitischer Sicht Regeln, die die Unabhängigkeit der Redaktionen garantierten. Am „European Newspaper Congress 2007“ hat­ten mehr als 500 Chefredakteure, Verlagsleiter, Journalisten und Medienexperten aus ganz Eu­ropa teilgenommen.

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