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11. September 2006 | Branchennachrichten

RSS-Feeds – Was ist das eigentlich?

RSS wurde 1997 eingeführt und steht als Ab­kürzung für "Rich Site Summary", "RDF Site Summary" oder auch "Really Simple Syndication". RSS ist ein plattformunabhängiges XML-Datei­format, das die Darstellung und den Austausch von Nachrichten und anderen Webinhalten er­möglicht. RSS-Dateien können, im Gegensatz zu gewöhnlichen Web-Seiten, von anderen Pro­grammen gelesen und weiterverarbeitet werden. Dem Nutzer werden nicht wie beim Newsletter E-Mails zugestellt, sondern er fragt Internetinhalte aktiv ab. Neu veröffentlichte Inhalte werden dabei automatisch in regelmäßigen Abständen auf die Computer (oder andere Endgeräte wie beispiels­weise Handys, PDAs oder mobile Spieleplattfor­men) des Abonnenten geladen. Dadurch be­kommt der Abonnent die jeweils neuesten Infor­mationen automatisch und bequem geliefert. Immer mehr Zeitungswebsites stellen eine au­tomatisch generierte RSS-Datei mit den neuesten Artikeln auf ihrer Website zur Verfügung. Ein so genannter RSS-Feed oder Newsfeed (engl. etwa Nachrichteneinspeisung) besteht aus einer XML-Datei, welche den reinen strukturierten Inhalt ohne Design und Navigation bereithält. RSS Newsfeeds sind auf Websites erkennbar an ei­nem orangefarbenen Button mit der Aufschrift RSS oder XML. Diese Feeds beinhalten in der Regel den Titel sowie eine Kurzbeschreibung des Informationsangebots. Der eigentliche Feed ent­hält meist die Überschriften und eine URL zum Volltext der Artikel.

Um einen RSS-Newsfeed lesen zu können, be­nötigt der User einen so genannten RSS-News­reader, Feedreader oder auch ein Aggrega­torprogramm. Browser wie Firefox oder Opera können die RSS-Feeds direkt verarbeiten und benötigen keinen Extra-Reader. Mit diesen Pro­grammen können die RSS-Feeds abonniert und abgerufen werden. Der RSS-Newsreader lädt die Schlagzeilen und Kurzbeschreibungen automa­tisch herunter und zeigt die gesammelten Artikel geordnet an. Hierfür benötigt der Aggregator le­diglich einen Link auf den RSS-Feed. Der Benut­zer kann frei entscheiden, welche Quellen er ein­lesen möchte und wie häufig. Feedreader sind meist Freeware und lassen sich sehr einfach bedienen. Eine Vielzahl von Readern steht im Web kostenlos zum Download bereit.

Der Vorteil für den Benutzer liegt darin, dass er nicht mehr alle ihn interessierenden Webpräsen­zen separat aufrufen muss, um sich auf dem Laufenden zu halten. Er kann stattdessen alle Neuigkeiten und Nachrichten zentral abrufen, sortieren und archivieren. Der Benutzer kann somit schnell und effektiv Änderungen und aktu­elle Inhalte der ausgewählten Rubriken überbli­cken. Er braucht die entsprechende Zeitungs-Website nur dann aufzurufen, wenn ihn die Nach­richtenmeldung oder der Artikel tatsächlich an­spricht.

Ursprünglich wurden RSS-Feeds von Nach­richtenseiten zur Content-Syndication verwendet. Das Format erlangte seine heutige Popularität dann aber durch den Einsatz in Weblogs. Mittler­weile lassen sich auch Audio- und Video-Inhalte via RSS abonnieren. MP3-Download-Portale ha­ben begonnen, RSS-Feeds zusammen mit Pod­casting-Funktionalität einzusetzen. RSS-Feeds eignen sich daneben auch zur Verarbeitung durch spezialisierte Suchmaschinen und Alert-Dienste. Beispielsweise können die Artikel innerhalb eines RSS-Feeds durch einschlägige Dienste nach Quellen oder Stichworten gefiltert und zu einem neuen RSS-Feed zusammengesetzt werden. Darüber hinaus kann man fremde RSS-Feeds auch in seine Webseite integrieren. Viele Con­tent-Management-Systeme bieten derartige Funktionalitäten. Damit kann man mehrere Infor­mationsströme auf einer einzigen Seite zusam­menführen. Inzwischen bieten einige tausend Websites RSS-Feeds an.

Auf den ersten Blick scheinen RSS-Feeds den Besuch einer Website überflüssig zu machen, da ja Inhalte über die News-Aggregatoren angezeigt werden. Allerdings ist ein RSS-Channel bei allen Websites, die der User nur gelegentlich oder sogar nur einmalig aufsucht, zweckmäßig, da er über entsprechende Teaser und Links in den Feeds dazu aufgefordert werden kann, wieder einmal die Website aufzurufen. Zudem kann der Nutzer gezielt auf neue Inhalte der Website ver­wiesen werden und erspart sich somit eine lang­wierige Suche. Auch Websites, die nur gelegent­lich Neues über RSS-Feeds melden, geraten so nicht in Vergessenheit, sondern können im Ge­genteil die Zahl ihrer Visits sowie die Kundenzu­friedenheit erhöhen. RSS-Leser haben grund­sätzlich ein hohes Interesse an der abgefragten Information, da sie deren Übertragung selbst angestoßen haben. Im Falle von Shops bringt RSS eine hochwertige Kundschaft mit potenziel­lem (Kauf)Interesse. Denn die potenziellen Käufer werden laufend über Aktualisierungen informiert, ohne sich direkt auf den Shop-Seiten zu befinden. Auf der anderen Seite bin­den redaktionelle RSS-Feeds mit hochwertigen Inhalten und häufiger Aktualisierungsfrequenz die User an den eigenen Online-Auftritt. Selbst kommerzielle Anbieter wie eBay bieten mittlerweile RSS-Dateien an, mit de­ren Hilfe sich beispielsweise die Versteigerung eines Gegenstands im RSS-Aggregator leicht überwachen lässt. Auch das regelmäßige Abrufen von Suchergebnissen und den darin enthaltenen Änderungen wird von den Suchmaschinen Google, Yahoo und MSN Search bereits unter­stützt. Durch die maschinelle Auswertung von RSS-Dateien wird in naher Zukunft sogar die Möglichkeit bestehen, direkte Preisvergleiche durchzuführen. Die Kom­merzialisierung von RSS steht zwar noch am Anfang - Potenziale und Möglichkeiten sind aller­dings noch lange nicht ausgeschöpft. Was Zei­tungsverlage beim Aufbau eines RSS-Feeds beachten sollten, finden Sie in unserer Check­liste auf Seite 14.

Quelle: contentmanager.de, wikipedia.de, rss-verzeichnis.de, tzwaen.com

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