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07. Februar 2002 | Digitales

Rote Karte für Internet-Börsen

Internetbörsen dürfen Zeitungen, Zeitschriften, Anzeigen- und Offertenblätter nicht nach Kleinanzeigen durchsuchen, um diese dann gegen Bezahlung ihren Kunden zur Verfügung zu stellen. Dieses Vorgehen sei wettbewerbswidrig, hat das Landgericht München I in einem am 29. Januar 2002 veröffentlichten Urteil entschieden. Konkret ging es um eine Online-Wohnungsbörse, die die Kleinanzeigen eines Offertenblattes systematisch ausgewertet und daraus eine Übersicht mit provisionsfreien Wohnungen erstellt hatte. Dabei wurden allerdings weder Telefonnummer noch Adressen der Vermittler angegeben, falls sich ein Kunde für eine Wohnung interessierte, erhielt er diese Angaben von der Internetbörse nur gegen Bezahlung. Laut Urteil des Landgerichts stellt das Verhalten der Börse das „unlautere Ausnutzen einer fremden Kundenbeziehung“ dar. Es bestehe damit die konkrete Gefahr, dass sich Interessenten das Offertenblatt nicht kauften und dieses mit Umsatzeinbußen rechnen müsse.

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