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22. Juni 2006 | Ausland

RoG: Yahoo zensiert am stärksten

Einer Studie der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) zufolge führt Ya­hoo die Liste der Suchmaschinen an, die den Zensurwünschen der chinesischen Regierung nachkommen. Nicht einmal die chinesische Kon­kurrenz selbst zensiert demnach so stark. RoG verglich die Suchergebnisse von Yahoo mit de­nen von Google, MSN und der chinesischen Suchmaschine Baidu. Dabei habe man „bedeut­same Unterschiede im Ausmaß der Filterung“ festgestellt. Nutzer der Betaversion von MSN.cn finden laut Studie immer noch mehr nicht staat­lich autorisierte Informationen als Nutzer von Yahoo und dem chinesischen Anbieter Baido. Microsoft hat in der Vergangenheit stets behaup­tet, man zensiere nicht. Das jedoch trifft laut RoG nicht zu: Die Ergebnisse, die MSN.cn lieferte, hätten weitgehend mit denen von Google.cn übereingestimmt. Google gibt seinerseits jedoch offen zu, dass die chinesischen Suchergebnissen den Wünschen der dortigen Regierung entspre­chend „frisiert“ werden. Gemäß der RoG-Studie filtert Microsoft ebenso wie Google nicht, indem bestimmte Suchwörter blockiert werden, sondern indem unerwünschte Seiten gar nicht erst in den Suchindex aufgenommen werden. Besonders schockiert sei man vom Ausmaß der Zensur bei Yahoo.cn, so Reporter ohne Grenzen. Dort hätten die „subversiven“ Suchbegriffe Ergebnisse erge­ben, die zu 97 Prozent aus von der chinesischen Regierung abgesegneten Seiten bestanden. Selbst der chinesische Konkurrent Baido zensiere nicht so stark. Vor diesem Hintergrund forderte Reporter ohne Grenzen erneut die Suchmaschi­nenbetreiber auf, sich den Zensurwünschen aus Peking nicht zu beugen. „Wir sind überzeugt, dass diese Firmen immer noch Zugang zum chi­nesischen Markt finden können, ohne ihre ethi­schen Prinzipien zu verraten. Sie müssen der chinesischen Obrigkeit gegenüber eine feste und klare Haltung einnehmen“, erklärt RoG

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