Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

22. November 2010 | Allgemeines

ROG und Axel Springer AG fordern Freilassung deutscher Journalisten

„Bams“-Chefredakteur: „Spionage-Vorwürfe sind absurd“

Die Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) und die Axel Springer AG haben erneut die sofortige Freilassung der beiden im Iran inhaftierten deutschen Journalisten gefordert. „Die beiden haben von ihrem Menschenrecht auf Pressefreiheit Gebrauch gemacht. Informieren ist keine Spionage“, erklärte dazu ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard am 18. November 2010.

rog logo neuDie Journalisten seien lediglich ihrer Pflicht nachgekommen, aus einem Land zu berichten, in dem die Regierung keine freie Berichterstattung zulasse und eine extrem restriktive Visa-Praxis für ausländische Journalisten herrsche. Ihre Festnahme verstoße laut ROG nicht nur gegen internationales, sondern auch gegen iranisches Recht. Darüber hinaus kritisierte die Hilfsorganisation das Vorführen der beiden Journalisten im Fernsehen als „besonders perfide Form von Propaganda".

 

Mit mahnenden Worten wandte sich auch die Axel Springer AG Ende vergangener Woche an die iranische Regierung. Walter Mayer, Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ (Bams, Berlin), bezeichnete die Spionagevorwürfe in einem Beitrag als „absurd“. „Die Behörden wissen ganz genau, dass es sich um Journalisten und sonst gar nichts handelt“, wird Mayer von epd-Medien zitiert. Sekundiert wurde er in seinen Ausführungen von Springer-Vorstand Andreas Wiele, der auf den VDZ-Zeitschriftentagen die Verlagsbranche zur Solidarität auffordert. Es gehe um vier Menschenleben, sagte Wiele – „das Leben der beiden Reporter und das Leben der iranischen Frau und ihres Sohnes“.

 

Die beiden „Bams“-Journalisten waren am 11. Oktober 2010 festgenommen worden, als sie ein Interview mit dem Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Iranserin Sakineh Mohammadi Aschtianti führten.

zurück