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03. November 2003 | Ausland

RoG-Rangliste zur Situation der Pressefreiheit

Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat Ende Oktober 2003 zum zweiten Mal eine Rangliste veröffentlicht, die Aufschluss über den Grad der Medienfreiheit in 164 Ländern gibt. Auf den letzten Rängen stehen Nordkorea und Kuba. Allein acht der zehn letzten Plätze belegen asiatische Staaten. In Laos, China, Vietnam, Iran oder Turkmenistan befinden sich die Medien unter strenger Kontrolle: Journalisten, die sich nicht an die staatlich verordneten Vorgaben halten, riskieren Verhaftung, Gefängnisstrafen oder die Flucht ins Exil. Dagegen nehmen die EU-Anwärter Litauen, Estland und Lettland in der RoG-Bewertung einen Platz unter den ersten 20 ein. Als Musterbeispiele für Pressefreiheit gelten wie im vergangenen Jahr die skandinavischen Länder. Deutschland befindet sich mit Rang acht ebenfalls weit vorne. Bestätigt habe sich ein weiteres Mal, schreibt RoG weiter, dass Medienfreiheit „kein Monopol reicher Staaten“ ist, sondern auch ökonomisch schlecht gestellte Länder wie Benin (29), Osttimor (30) und Madagaskar (46) die Pressefreiheit bewahren. Umgekehrt stünden reiche Staaten wie Bahrain (117) oder Singapur (144) unter den 50 am schlechtesten platzierten Nationen. Kuba steht in diesem Jahr auch deshalb auf dem vorletzten Listenplatz, weil im Frühjahr 2003 26 Journalisten unter einem Vorwand verhaftet und zu Gefängnisstrafen zwischen 14 und 27 Jahren verurteilt worden waren. Das Land ist, wie RoG konstatiert, „derzeit das größte Gefängnis für Journalisten weltweit“. Eritrea (162) nimmt die Stellung eines unrühmlichen „Spitzenreiters“ auf dem afrikanischen Kontinent ein. Hier erscheinen seit zwei Jahren keine unabhängigen Zeitungen mehr. 14 Journalisten werden ohne offizielle Anklage an unbekannten Orten festgehalten. Für die Rangliste hatte Reporter ohne Grenzen Journalisten, Wissenschaftler, Juristen und Menschenrechtsverteidiger mit einem detaillierten Fragenkatalog zur Situation der Medienfreiheit in ihrem jeweiligen Land befragt. In diesem Jahr lagen für 164 Länder verlässliche Informationen und auswertbare Fragebögen vor, im Jahr 2002 waren es 139.

 

Kontakt:

Reporter ohne Grenzen,

Sabina Strunk,

Telefon 030/6158585,

E-Mail presse@reporter-ohne-grenzen.de.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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