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06. Dezember 2001 | Ausland

RoG-Menschenrechtspreis für Reza Alijani

Die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (RoG) in Paris hat am 28. November 2001 ihren Menschenrechtspeis an den iranischen Journalisten Reza Alijani verliehen. Wie die Organisation mitteilt, befindet sich der Chefredakteur der verbotenen iranischen Monatszeitung „Iran-e-Farda“ seit Februar 2001 in Haft. Den mit 15.000 Mark dotierten Preis habe der iranische Journalist Kazem Kardavani stellvertretend in Empfang genommen. Laut RoG arbeitete Alijani seit 1992 für „Iran-e-Farda“, unter seine Federführung habe sich das Blatt immer stärker zu einem Sprachrohr der Reformbewegung im Iran entwickelt und besonders unter Studenten eine breite Anhängerschaft gefunden. In den vergangenen Jahren sei der Journalist immer häufiger vor Revolutionsgerichte geladen und wegen seines Eintretens für die Meinungsfreiheit mit Todesdrohungen bedrängt worden. Obwohl Alijani bereits im Februar 2001 verhaftet wurde, gebe es bis heute keine offizielle Anklage gegen ihn. Mit 17 inhaftierten Journalisten sei Iran das größte Gefängnis für Reporter im Mittleren Osten, klagt die Menschenrechtsorganisation an. Mit der Verabschiedung eines neuen Pressegesetzes durch das iranische Parlament im April 2000, das die Strafen für so genannte Pressevergehen erheblich verschärfte, sei die reformorientierte Presse zunehmend unter Druck geraten. Seitdem seien mehr als 40 Zeitungen eingestellt und Dutzende Journalisten verhaftet worden. Kontakt: Reporter ohne Grenzen, Telefon 030/6158585, E-Mail kontakt@reporter-ohne-grenzen.de.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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