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24. Oktober 2007 | Ausland

RoG-Bilanz zur Pressefreiheit - Deutschland auf Rang 20

Die Pressefreiheit bleibt weltweit ein hoch ge­fährdetes Gut. Besonders schlimm sei die Lage in Asien und Afrika mit Ländern wie Birma, Nordko­rea und Eritrea, berichtete dpa über die Bilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen (RoG) am 16. Oktober 2007. China belege ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking unter 169 Län­dern nur Platz 163 auf der weltweiten Rangliste. Es sei „fraglich, ob die so oft versprochenen Re­formen umgesetzt und inhaftierte Journalisten freigelassen“ würden. In Russland (Rang 144) gebe es keine Fortschritte. Aber auch westliche Staaten wie die USA (Platz 48) böten Anlass zur Kritik. Schlusslicht der RoG-„Rangliste der Pres­sefreiheit“ ist Eritrea. „Private Medien existieren nicht mehr und die wenigen Journalisten, die es wagen, das Regime (...) zu kritisieren, landen im Gefängnis“, heißt es. Mehrere Journalisten seien in Haft gestorben. Zu den 20 Staaten mit den schlimmsten Bedingungen für die Presse gehö­ren die islamischen Länder Pakistan, Irak, Iran, Syrien und Libyen sowie die Palästinenserge­biete, aber auch die GUS-Staaten Weißrussland, Usbekistan und Turkmenistan sowie Kuba und Vietnam. Malaysia (124.) und Ägypten (146.) ha­ben die Zensur des Internets verschärft und sind abgerutscht. Angeführt von Island, Norwegen und Estland liegen die 14 freiesten Länder alle in Eu­ropa. Deutschland kommt erst auf Rang 20. Gründe sind die Ermittlungen gegen Journalisten wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat und Vor­stöße zur Aushöhlung des Quellenschutzes, aber auch Übergriffe auf Journalisten, die im rechten Milieu recherchieren, sowie Einflussnahme auf Redaktionen durch Anzeigenkunden. Frankreich liegt noch dahinter auf Rang 31. Von den EU-Staaten schneidet Polen (56.) am schlechtesten ab. „Seit die Brüder Kaczynski an der Macht sind, mehren sich die strafrechtlichen Verfolgungen von Medienleuten“, heißt es. Neben Deutschland ist nur mit Kanada (18.) ein weiterer G8-Staat unter den ersten 20. Acht Plätze hinter Italien (40.), wo die Mafia Journalisten bedroht, rangie­ren die USA. RoG kritisiert, dass der Quellen­schutz gefährdet sei. Außerdem werde ein Kame­ramann von Al-Dschasira seit Juni 2002 in Guantánamo gefangen gehalten, und im August sei der Journalist Chauncey Bailey erschossen worden.

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