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13. Januar 2009 | Ausland

RoG: 2008 mindestens 60 Journalisten getötet

Mindestens 60 Journalisten und ein Medienas­sistent sind im Jahr 2008 während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das ist ein Ergebnis der am 30. Dezember 2008 veröffentlichten Jah­resbilanz der Menschenrechtsorganisation Re­porter ohne Grenzen (RoG). Danach wurden 673 Journalisten im Lauf des Jahres festgenommen, 929 erlitten Gewalt oder wurden bedroht, 29 wur­den entführt. Der Irak bleibt – das sechste Jahr in Folge – das unsicherste Land für Medienmitar­beiter mit 15 getöteten Journalisten. Pakistan nimmt in dieser Rangfolge des Schreckens Platz zwei mit sieben Todesfällen ein. Als eine der Ur­sachen nennt RoG die Kämpfe zwischen militan­ten Islamisten und den pakistanischen Sicher­heitskräften in den so genannten Stammesge­bieten. Das drittgefährlichste Land für Journalis­ten sind die Philippinen, wo vor allem politische und kriminelle Gewalt für die sechs Todesopfer verantwortlich zu machen sind. Als „größte Ge­fängnisse für Journalisten“ nennt die Menschen­rechtsorganisation erneut China (30 Medienmi­tarbeiter) und Kuba (23). Ein weiterer Befund: Zwar habe es 2008 weniger Todesfälle oder Ver­haftungen unter Journalisten gegeben, die für traditionelle Medien arbeiten. Daraus lasse sich laut RoG allerdings nicht schließen, dass sich die Lage der Pressefreiheit verbessert habe. „Mit der wachsenden Bedeutung von Onlinemedien und Blogs konzentrieren viele Regierungen ihre rep­ressiven Maßnahmen stärker auf das Internet.“ So sei Anfang 2008 in China erstmals ein Mann getötet worden, der sich als „Bürgerjournalist“ im Internet engagierte. Weltweit befänden sich 59 Blogger hinter Gittern, aus 37 Ländern wurden Fälle von Onlinezensur dokumentiert.

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