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14. Januar 2004 | Ausland

RoG: 2003 Schwarzes Jahr für die Presse

Im Jahr 2003 sind 42 Journalisten in Ausübung ihres Berufs getötet worden. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RoG) nannte das vergangene Jahr am 6. Januar 2004 in Paris ein „Schwarzes Jahr“ für die Pressefreiheit. In ihrem Jahresbericht führt RoG weiter auf, dass mindestens 766 Pressevertreter verhaftet, verhört oder festgehalten wurden, mehr als 1.400 angegriffen oder bedroht wurden und darüber hinaus 501 Medien zensiert oder verboten wurden. Ähnliche Zahlen hatte vier Tage zuvor das Committee to Protect Journalists (CPJ) in New York veröffentlicht. Danach waren 2003 36 Journalisten getötet worden, die meisten von ihnen im Irak-Krieg.

 

Nach der RoG-Statistik bedeuten die 42 getöteten Journalisten die höchste Zahl seit 1995; damals starben 49 Journalisten, allein 22 im Bürgerkrieg in Algerien. Im vergangenen Jahr wurden allein 14 im Irak während des Kriegs und in der Nachkriegszeit getötet, unter ihnen der deutsche „Focus“-Reporter Christian Liebig. Während sich die Zahl der körperlichen Angriffe und Bedrohungen nur „unwesentlich“ erhöht habe, beklagte RoG einen dramatischen Anstieg anderer Verletzungen der Pressefreiheit. Hauptgrund seien die militärische Intervention im Irak und eine „nie da gewesene Medienpräsenz“ gewesen. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte die Kriegsparteien, die im „Kampf um das beste Bild“ die Sicherheit der Medienvertreter außer Acht ließen. Kriegsberichterstattung sei für Journalisten heute so gefährlich wie nie zuvor. Die Zahl der Festnahmen von Journalisten und die Menge der Zensurmaßnahmen erreichte 2003 ein Rekordniveau: Als Ursache für den starken Anstieg seit 2001 nennt RoG den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus und die Anti-Terror-Gesetze in vielen Ländern. Am 1. Januar 2004 waren danach weltweit 124 Journalisten inhaftiert sowie 61 Dissidenten, die ihre Meinung über das Internet verbreiteten.

 

Internet: www.reporter-ohne-grenzen.de

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