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23. Oktober 2015 | Namen und Nachrichten

Roboterjournalismus: Zeitungen experimentieren mit neuen Möglichkeiten

Themen: Online

Roboterjournalismus ist in deutschen Medienhäusern keine Zukunftsmusik mehr. Bei den Münchner Medientagen berichteten Verlagsmanager und Chefredakteure am 22. Oktober 2015 über ihre aktuellen Projekte. „Alle testen, was möglich ist", sagte Saim Alkan, Geschäftsführer des auf Textprogramme spezialisierten Software-Anbieters Aexea.

(v.l.) Daniel Steil, Johannes Rohde, Stephanie Tank (Moderatorin), Dr. Florian Geuppert und Saim Rolf Alkan bei den Medientagen München 2015. (Foto: MTM)(v.l.) Daniel Steil, Johannes Rohde, Stephanie Tank (Moderatorin), Dr. Florian Geuppert und Saim Rolf Alkan bei den Medientagen München 2015. (Foto: MTM)Programme verschiedener Anbieter könnten zum Beispiel Fußballergebnisse aus der Kreisliga in Tabellenform mit Informationen aus Datenbanken verknüpfen und daraus individuelle Texte erstellen, mit Augenmerk etwa auf dem Lieblingsspieler des Lesers. Die Maschinen schrieben Millionen Texte am Tag und könnten alles betexten, was in Datenbanken stehe - wenn Trainer Pep Guardiola allerdings die Hose reiße, dann seien sie überfordert, sagte Alkan.

Der Leiter der Unternehmensentwicklung der „Neuen Osnabrücker Zeitung", Johannes Rohde, erläuterte: „Roboterjournalismus gehört für uns dazu - wir experimentieren damit, vor allem im Sportbereich." Aber die Ergebnisse seien noch nicht sehr gut.

„Focus-online"-Chefredakteur Daniel Steil sagte: „Wir testen Robotertexte beim Portal Finanzen100." Die Technik könne helfen, Leser schnell über sich gerade anbahnende Veränderungen bei seinem Aktienportfolio oder auch beim Wetter in seiner Gegend zu informieren. Von Maschinen geschnittene und betextete Videos ließen sich teilweise nicht mehr von anderen unterscheiden.

„Zeit-online"-Chefredakteur Jochen Wegner meinte: "Wenn kein Mensch mehr Börsenkurse in Worte fassen muss, ist das wunderbar." Das gebe Journalisten mehr Zeit für kreatives Arbeiten und ganz eigene "bockige Texte" abseits der 08/15-Routine. Seine Redaktion nutze die Datenanalyse auch, um soziale Medien zu durchkämmen und Trends früh zu erkennen.

Quelle: dpa

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