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30. Dezember 2015 | Namen und Nachrichten

„Rheinische Post": Trauer um Dr. Gottfried Arnold

Mit tiefer Trauer hat die Zeitungsbranche auf die Nachricht vom Tod des langjährigen Herausgebers und Aufsichtsratsvorsitzenden der „Rheinischen Post" (RP), Dr. Gottfried Arnold, reagiert. „Wir verlieren in ihm einen klugen, nachdenklichen Verleger, der das Zeitungmachen stets als Privileg und verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe zugleich verstand", erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen. Unter Gottfried Arnolds Ägide sei die „Rheinische Post" zu einem der führenden deutschen Medienhäuser gewachsen. Der Herausgeber der „Rheinischen Post" starb am 28. Dezember 2015 im Alter von 82 Jahren.

Dr. Gottfried Arnold (Foto: RP).Dr. Gottfried Arnold (Foto: RP).Mehr als vier Jahrzehnte prägte der Sohn des ersten Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold (CDU), die Geschicke der „RP". 1956 zunächst als Gesellschafter, ab 1962 als Herausgeber, von 1978 bis 2012 als Aufsichtsratsvorsitzender. In verantwortlicher Stellung gestaltete Gottfried Arnold maßgeblich die Zukunft des Hauses, das sich unter seiner Führung stetig und kontinuierlich vom regionalen Zeitungsverlag zur multimedial engagierten Rheinische Post Mediengruppe entwickelte. Zu ihr gehören heute auch die Saarbrücker Zeitungsgruppe sowie diverse Beteiligungen im Bereich der elektronischen Medien.

Nach dem Abitur 1953 am Görres-Gymnasium in Düsseldorf studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in Köln und München. 1960 promovierte er zu den staatsrechtlichen Grundgedanken des preußischen Staatskanzlers Karl August von Hardenberg und war zunächst als Rechtsanwalt in Düsseldorf tätig. Von 1961 bis 1983 wirkte er als direkt gewählter Düsseldorfer Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Als eine der prägenden Persönlichkeiten der CDU in Nordrhein-Westfalen führte Gottfried Arnold von 1970 bis 1981 den Vorsitz im CDU-Kreisverband Düsseldorf.

Gottfried Arnold wurde für seine Verdienste um Staat und Gesellschaft 2008 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und 2003 mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Die „RP" schreibt in einer Pressemitteilung zum Tod des Herausgebers: "Die Freiheit der Presse und die Unabhängigkeit der Redaktion waren Gottfried Arnold heilig. Er war überzeugter Christ und überzeugender Demokrat. Seine Rolle als Herausgeber, Aufsichtsrat und Gesellschafter verstand er als Verpflichtung, Diener zu sein - zum Wohle der „Rheinischen Post" und des Unternehmens. Er lebte seine Verantwortung. Die Redaktion hat er geschätzt, den Redakteuren war er nahe, ohne bevormundend zu sein. Er wurde als Gesprächspartner gesucht, war kluger Vordenker und gefragter Moderator im Prozess der Meinungsbildung."

Zur Pressemitteilung der Rheinischen Post Mediengruppe

Quelle: BDZV/RP

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