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06. Januar 2014 | Allgemeines

Reporter ohne Grenzen: Weltweit 110 Medienschaffende getötet

Journalistenentführungen haben sich verdoppelt

Im Jahr 2013 sind laut einem Bericht von Reporter ohne Grenzen (ROG) mehr als doppelt so viele Journalisten entführt worden wie 2012 (87 zu 38). Gesunken sei hingegen die Zahl der Medienschaffenden, die im vergangenen Jahr bei ihrer Arbeit getötet wurden: 71 Journalisten sowie 39 Blogger und Bürgerjournalisten im Vergleich zu 88 Journalisten sowie 47 Bloggern. In die Liste der gefährlichsten Länder für Journalisten sind Indien und die Philippinen aufgerückt.

Infografik Jahresbilanz DE 1200„Die Zahl der getöteten Journalisten ist zwar leicht gesunken, aber immer noch deutlich höher als in den Jahren vor dem Höchststand von 2012“, sagte ROG-Vorstandssprecherin Astrid Frohloff Ende Dezember 2013 bei der Vorstellung der Jahresstatistik in Berlin. Insgesamt sei die Arbeit von Journalisten somit weltweit keineswegs sicherer geworden. Dies verdeutliche nicht zuletzt die um neun Prozent (auf 2.160) gestiegene Zahl der Angriffe und Drohungen gegen Berichterstatter.

Das gefährlichste Land für Medienschaffende war nach ROG-Angaben 2013 Syrien, wo zehn professionelle Berichterstatter und 35 Bürgerjournalisten starben. Dahinter folgten Indien, die Philippinen sowie Pakistan und Somalia. „In Indien ging 2013 von Mafiagruppen, Demonstranten und Anhängern politischer Parteien eine beispiellose Welle der Gewalt aus“, beschrieb Frohloff die Situation auf dem Subkontinent. In Somalia starben laut ROG 2013 zwar deutlich weniger Journalisten als im Vorjahr (sieben im Vergleich zu 18); dennoch bewertet die Hilfsorganisation das Bürgerkriegsland weiterhin als eine der unsichersten Regionen für Medienschaffende.

ROG zufolge sitzen wegen ihrer Arbeit momentan weltweit 178 Journalisten im Gefängnis, die meisten von ihnen – wie schon 2012 – in China, Eritrea, der Türkei, Iran und Syrien.

Die vollständige ROG-Jahresstatistik finden Sie hier: Download.

Ort: Berlin

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