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08. August 2005 | Ausland

Reporter ohne Grenzen: Akbar Ganschi sofort freilassen

Die internationale Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat die iranische Regierung aufgefordert, den seit sieben Wochen im Hungerstreik befindlichen Journalisten Akbar Ganschi sofort freizulassen. Ganschi, der seit dem 10. Juni 2005 die Nahrung verweigert, sei sehr schwach, und sein Gesundheitszustand verschlechtere sich fast täglich, warnte ROG. Ganschi war nach der Rückkehr von einer Irankonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin im Jahr 2000 im Iran festgenommen und später wegen „Beleidigung der Staatmacht“ zu sechs Jahren Haft verurteilt wurden. Er hatte in seinen regimekritischen Artikeln immer wieder radikale Reformen und einen säkularisierten Iran gefordert. Auch berichtete er über die Ermordung von gut 100 kritischen Intellektuellen unter der Präsidentschaft von Haschemi Rafsandschani in den 90er Jahren. Ganschi trat laut ROG in einen unbefristeten Hungerstreik, um eine angemessene medizinische Versorgung seines chronischen Asthmaleidens außerhalb des Gefängnisses und seine bedingungslose Haftentlassung zu erzwingen. Nach Angaben seiner Frau verlangten die Justizbehörden von ihm Reue für seine Veröffentlichungen. Im Mai dieses Jahres war Ganschi nach einem zehntägigen Hungerstreik zunächst freigelassen, knapp zwei Wochen später jedoch erneut inhaftiert wurden.

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