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18. Januar 2007 | Ausland

Reporter ohne Grenzen: 2006 wurden 81 Journalisten getötet

Die Zahl der getöteten Journalisten hat im Jahr 2006 einen Höchststand erreicht: 81 Journalisten seien im vergangenen Jahr bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben gekommen, teilte die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) Anfang Januar 2007 mit. Dies seien so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Die Bilanz des Internationalen Journalistenver­bands (IFJ), der auch Übersetzer und Fahrer in seiner Statistik berücksichtigt, zählte im Jahr 2006 sogar 155 getötete Medienvertreter und damit einen neuen Rekord. „Es war das bisher schlimmste Jahr“, erklärte der Verband in Brüs­sel. Der Beruf des Journalisten werde immer gefährlicher, gleichzeitig wachse aber auch der Einfluss der Medien.

Mit Abstand das gefährlichste Land für Journa­listen war laut Reporter ohne Grenzen im vierten Jahr in Folge der Irak, wo 64 Medienleute star­ben. An zweiter Stelle folgte Mexiko vor den Phi­lippinien und Russland. Die meisten Entführun­gen ereigneten sich ebenfalls im Irak, wo 17 Journalisten verschleppt wurden. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden nach ROG-Angaben mindestens 871 Journalisten festgenommen und 1472 angegriffen oder bedroht. Die Zahl der in­haftierten und angegriffenen oder bedrohten Journalisten erreichte damit ebenfalls einen Höchststand. Als Erklärung führte ROG die zahl­reichen Wahlkämpfe im vergangenen Jahr an. Dagegen sei die Zensur 2006 zurückgegangen. Es wurden 912 Fälle gezählt gegenüber 1006 im Jahr 2005. Die meisten Eingriffe in die Presse­freiheit habe es in Thailand nach dem Militär­putsch im September gegeben.

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