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19. Juni 2008 | Allgemeines

Rekordbesuch bei „Zeitung online 2008“

Mit WebTV, mobil und crossmedial zu neuen Erfolgen

Mit neuen Services im Internet und einem vergrößerten Portfolio an Crossmedia-Produkten sind die Zeitungsverlage auf einem guten Weg; doch die Potenziale sind längst nicht ausgeschöpft. Dies war die Botschaft der „Zeitung online 2008“ am 17./18. Juni in Potsdam. Mehr als 270 Medienmanager und Chefredakteure kamen zu der BDZV/IFRA-Konferenz, um sich über Strategien, Konzepte und Geschäftsmodelle auszutauschen. Experten aus den USA, Norwegen, Polen und Deutschland präsentierten wegweisende Fallbeispiele und stellten sich den Fragen der Moderatoren Peter Stefan Herbst (Chefredakteur „Saarbrücker Zeitung“) und Domenika Ahlrichs (Chefredakteurin „Netzeitung“, Berlin).

bdzv-0141 minBDZV-Vizepräsident und Geschäftsführer der Südwestdeutschen Medien Holding, Richard Rebmann, hob hervor, dass sich die neu gestarteten Onlineoffensiven der Verlage erfreulicherweise in einer zunehmenden Akzeptanz in den Nutzermärkten widerspiegeln. Allerdings seien die Werbeumsätze und damit der Anteil des Onlinegeschäfts am Gesamtumsatz der Verlage noch zu gering. Der Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz prophezeite der Zeitung eine große Zukunft. Wie kein anderes Medium könnten Zeitungen in einer zuvor nie dagewesenen Informationsflut Orientierung geben – als gedrucktes Universalmedium und eher zielgruppenorientiert im Internet. Dabei müssten die Zeitungen die Stärke ihrer Marken ausspielen. Reiner Mittelbach, CEO der IFRA, erläuterte Szenarien für die Zukunft der Medien und die möglichen Folgen für die Zeitungshäuser. Strategieberater Robin Meyer-Lucht (berlin-institute) gab den Verlagsexperten unter anderem mit auf den Weg, sich gerade im Lokalen als Informations- und Kommunikationsplattform für alle Lebensbereiche und Nutzerbedürfnisse noch besser zu positionieren. Die Erwartungen der Werbekunden an die Verlage artikulierte der Marketingmanager des Unternehmens Germanwings, Gunnar Möller; mehr innovative Werbeformate und vor allem mehr kreative Crossmedia-Produkte, die flächendeckend für ganz Deutschland angeboten werden. Manfred Klaus, Geschäftsführer von Plan.net zeigte auf, wie effektive Mediaplanung im Netz aussieht. Er gab unter anderem den Rat, Printbeilagen noch konsequenter online zu verlängern, um zusätzliche Reichweiten zu erzielen. Wie mit den Möglichkeiten des Behavioural Targeting Zielgruppen definiert und anschließend neue Werbeumsätze erreicht werden, erläuterte Sean McDonell vom „Boston Globe“. Lukas Kircher bestätigte wieder einmal, dass Zeitungs- und Webdesign ein umfassendes und ganzheitliches Verständnis des Mediums voraussetzt. Er appellierte an das Selbstbewusstsein der Verlage aber auch an die Bereitschaft zur Veränderung: Zeitungen verfügten über einige der mächtigsten Plattformen der Welt. Zeitungsjournalismus müsse wieder mehr Spaß machen, wofür das Internet gute Voraussetzungen biete. Das Vertrauen in die Zeitung sei auch in der Internetwelt eines der wichtigsten Elemente, so Kircher und plädierte für die konsequente Übertragung der Marken von print zu online.

Die „Zeitung online 2009“ findet am 12. und 13. Mai statt. Der Ort steht noch nicht fest.

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