Empfehlen Sie uns weiter
  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Facebook übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Wenn Sie diesen Button anklicken, werden persönliche Daten an Twitter übertragen. Sind Sie damit einverstanden?

  • Zu Ihrer Information

    Hier können Sie mittels unseres Service-Formular eine Seite empfehlen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert.

13. Juli 2001 | Allgemeines

Reichweiten in den alten Ländern leicht gestiegen

Verluste im Osten / AWA Markt- und Werbeträgeranalyse 2001

Laut der jüngsten Markt- und Werbeträgeranalyse 2001 (AWA) vom Institut für Demoskopie Allensbach ist die Reichweite der Tageszeitung in den alten Bundesländern gestiegen. Nach niedrigeren Werten in den Jahren 1999 und 2000 entspricht sie mit 73 Prozent dem Wert von 1998. Ein leichter Anstieg auf 54,2 Prozent ist auch in der Altergruppe der 14- bis 29-jährigen Zeitungsleser im Westen zu verzeichnen (2000: 53,4 Prozent). Das ist eines der Ergebnisse, die das Institut für Demoskopie Allensbach am 10. Juli 2001 in Hamburg vorstellte.

In den neuen Bundesländern dagegen war die Zeitungsreichweite weiter rückläufig. Insgesamt lag sie bei 71,7 Prozent (2000: 72,6 Prozent); bei den 14- bis 29-Jährigen liegt die Reichweite im Jahr 2001 bei 50,2 Prozent (2000: 54,1 Prozent). Bemerkenswert ist, dass beide Werte vor zehn Jahren noch deutlich höher als die in den alten Bundesländern erzielten Reichweiten lagen. Markt- und Medienforscher Rüdiger Schulz vom Institut für Demoskopie Allensbach erklärt dies mit der wesentlich größeren TV-Affinität der Bevölkerung im Osten.

Mit Blick auf die 14- bis 29-jährigen Leser hebt die AWA 2001 hervor, dass der Anteil dieser Altersgruppe überproportional zur demografischen Entwicklung sinkt. Diese Entwicklung sei ebenso bei Magazinen zum Zeitgeschehen oder Frauenzeitschriften zu beobachten. Auch halten laut AWA 2001 junge Menschen in den alten Bundesländern eine regelmäßige Zeitungslektüre immer mehr für verzichtbar: Meinten vor zwölf Jahren rund 59 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, dass man regelmäßig eine Zeitung lesen sollte, waren es in diesem Jahr nur noch 44 Prozent. Auch von den 30- bis 44-Jährigen im Westen Deutschlands halten nur noch 59 Prozent statt 70 Prozent (1989) die regelmäßige Zeitungslektüre für notwendig. Stabil oder sogar gewachsen sind dagegen die Werte bei den 45- bis 59-Jährigen und Älteren.

In einer Reaktion auf die jüngsten AWA-Zahlen erklärte ZMG-Geschäftsführer Thomas Breyer-Mayländer: "Die Tatsache, dass wir angesichts eines immer heterogeneren Freizeit- und Medienangebots bei allen Mediengattungen einen Rückgang der ‚regelmäßigen' Nutzung zu verzeichnen haben, ist bereits seit langem bekannt. Diese Entwicklung kann auch an der Zeitung nicht spurlos vorüber gehen." Wie bei anderen Mediengattungen nehme hier die Regelmäßigkeit der Nutzung ab, dagegen gewinne der "weiteste Leserkreis" auch im Bereich der Zeitungen an Bedeutung, die häufig eine sehr enge Leser-Blatt-Bindung aufweisen. Obendrein wirke sich die selektive Mediennutzung (Zapping) bei einem reichweitenstarken Medium wie den Zeitungen stärker aus als bei Medien, die ohnehin von ihrer Reichweite her in den Special-Interest-Bereich eingeordnet werden.

Laut AWA 2001 nutzen ferner bundesweit die bis zu 40 Jahre alten Menschen als Informationsquelle verstärkt das Internet. Es werde weiter zu analysieren sein, wie sich die "Generation @" verhält, ob sie sich mit "Info-Schnipseln" begnügt, oder bereit ist, wieder komplexe Sachverhalte aufzunehmen, sagte Medienforscher Schulz anlässlich der Präsentation in Hamburg.

zurück